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18. August 2011 08:00 Uhr

Katastrophenschutz

Übung im Umkreis von Gundremmingen

Landkreis probt für den Atom-Ernstfall das Verteilen von Jodtabletten an die Bevölkerung

Bei Eurocopter in Donauwörth wurden bei der Übung Jodtabletten angeliefert. THW und Feuerwehren übernahmen dann die weitere Verteilung.
Foto: Foto: privat

Donauwörth/Nördlingen Bei einer Katastrophenschutzübung wurde der Sonderplan des Landratsamtes Donau-Ries zur „Versorgung der Bevölkerung mit Jodtabletten“ auf Praktikabilität überprüft. Die Zeiten für die Verteilung durch die Feuerwehren wurden erfasst. Geübt wurde nur in einem Teil des Landkreises – im Umkreis 25 bis 60 Kilometern um das Kernkraftwerk Gundremmingen – Sektor 2.

Im Konzept des Bayerischen Staatsministeriums des Innern sind als Ausgabestellen die Feuerwehrgerätehäuser sowie die Apotheken vorgesehen. Im Ernstfall würden die Tabletten aus dem Zentrallager in Kempten durch Bundeswehr oder Technisches Hilfswerk (THW) an den Hauptanlieferungspunkt bei der Donauwörther Firma Eurocopter angeliefert. Am Übungstag erfolgte um 11.35 Uhr die Durchsage der Integrierten Leitstelle Augsburg zur Jodtablettenverteilung an die 68 beteiligten Feuerwehren und das THW Donauwörth. Die Feuerwehren Oettingen, Monheim, Wemding, Donauwörth und Harburg nahmen bei der Werkfeuerwehr von Eurocopter die Großpackungen zur Weiterverteilung an alle Feuerwehren ihres lokalen Anlieferungspunktes entgegen. Innerhalb kürzester Zeit wurde per Funk der Erhalt der Jodtabletten an den einzelnen Gerätehäusern und Apotheken durch die Einsatzkräfte gemeldet.

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Landrat Stefan Rößle hieß die Beobachter der Übung in Wemding willkommen und unterstrich, wie wichtig in einem Katastrophenfall nicht nur die Planung, sondern auch die gute Zusammenarbeit zwischen den Organisationen sei.

Johann Mayer, zuständig für den nuklearen Katastrophenschutz bei der Regierung von Schwaben, und Regina Rybka, Katastrophenschutz-Sachbearbeiterin beim Landratsamt Donau-Ries, begleiteten die Übung und informierten über die Pläne im Kreis. Gekommen waren unter anderem Besucher des Bayerischen Innenministeriums, Vertreter der Regierungen von Schwaben, Unterfranken und Mittelfranken sowie des Landesamtes für Umwelt. (RN)

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