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11. Januar 2010 19:30 Uhr

Verantwortung für das eigene Handeln tragen

Oettingen (vc) - Während die CSU-Landtagsfraktion in Kreuth um Zukunftsthemen ringt, "die die Menschen beschäftigen" (so Fraktionschef Georg Schmid), macht sich in Oettingen der stellvertretende Kreisvorsitzende der CSU-Mittelstandsunion, Dr. Eberhard Lasson, Gedanken zur aktuellen Gesundheitspolitik.

In einem Memo, das er den Rieser Nachrichten übermittelte, sieht er zwar im Volksbegehren zum Nichtraucherschutz den Stimmkreisabgeordneten Georg Schmid mit dessen ursprünglicher Konzeption einer gesetzlichen Regelung bestätigt; andererseits aber dürfe die Gesundheitsfürsorge nicht bei pauschalen Verboten stehen bleiben.

Dringend auf die Tagesordnung

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Lasson greift damit ein Thema auf, das hoch sensibel ist: die Verantwortung für die Folgen selbstbestimmten Handelns. Jedermann seien die Risiken des Rauchens bekannt, weswegen die daraus entstehenden Krankheitskosten von denen aufgebracht werden müssten, die sich für das Rauchen entscheiden.

Und weiter: "Risikoorientierte Gesundheitsvorsorge ist dringend auf die politische Tagesordnung zu setzen, bevor die Beiträge für die gesetzlichen Krankenkassen weiter angehoben werden. Wer sich für die Ausübung von Risikosportarten entscheidet oder sonst meint, sich gesundheitlichen Gefährdungen auszusetzen, darf nicht auf die Solidargemeinschaft der Versicherten hoffen. Risikoorientierte Versicherungsprämien sind in der Kfz-Versicherung pure Selbstverständlichkeit, warum nicht in der Krankenversicherung?

Wirksame Begrenzung

Eberhard Lasson ist überzeugt, dass die Finanzierung persönlicher Risikoanteile durch die Versicherten selbst der Beginn einer wirksamen Begrenzung der Lohnzusatzkosten und der richtige Weg zu mehr Netto vom Brutto ist.

Die CSU wäre gut beraten, den undifferenzierten Widerstand gegen das Finanzierungssystem der Kopfpauschale aufzugeben, schreibt der fürstliche Domänendirektor, der gleichzeitig kooptiertes Mitglied im Landesvorstand ist, der eigenen Partei ins Stammbuch. Lasson: "Wer es wirklich ernst meint mit der Entlastung von Arbeitnehmern, Familien und Rentnern, darf die Augen vor der Verursachung der Krankheitskosten nicht verschließen und muss das Solidaritätsprinzip wieder vom Kopf auf die Füße stellen. Es muss Schluss sein mit falsch verstandener Solidarität, die zum Schaden vornehmlich der Arbeitnehmer das Sozialsystem aus den Fugen geraten lässt."

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