Für annähernd 8450 Schüler an den Grund- und Hauptschulen im Landkreis Donau-Ries beginnt am heutigen Dienstag das neue Schuljahr. Die Schulräte am Staatlichen Schulamt versichern, dass die Unterrichtsversorgung wieder durchgängig gesichert sei.
Nördlingen/Donauwörth (RN) - Für annähernd 8450 Schülerinnen und Schüler an den Grund- und Hauptschulen im Landkreis Donau-Ries beginnt am heutigen Dienstag das neue Schuljahr. Die Schulräte am Staatlichen Schulamt Donau-Ries Renate Heinrich, Anton Kapfer und Willy Leopold erläutern die Gesamtsituation. Sie versichern, dass die Unterrichtsversorgung wieder durchgängig gesichert sei. Die entsprechenden personellen Bedingungen für einen fach- und sachgerechten Unterricht seien gegeben.
Die Durchschnittswerte der Schüler pro Klasse liegen in den Grundschulen bei 22,2 (Vorjahr 22,6) in den Hauptschulen bei 21,3 (21,4). Damit sind die durchschnittlichen Klassenstärken im Donau-Rieser Schulamtsbezirk erneut gefallen. Infolge des Rückgangs der Schülerzahlen wurden 386 Klassen gebildet, neun weniger als im vergangenen Jahr.
Die gestartete Fortbildungsoffensive "SINUS" wird weitergeführt, sie soll zur Qualitätssteigerung im Mathematikunterricht beitragen. Außerdem werden zusätzlich Fachkräfte in Grundschulen eingestellt, die gezielt den Englisch-Unterricht fördern sollen. Um den Übertritt in die weiterführenden Schulen reibungsloser zu gestalten, werden die Grundschullehrer im neuen Schuljahr nicht nur in Hauptschulen, sondern auch an Gymnasium und Realschule unterrichten.
Im Mittelpunkt steht im neuen Schuljahr aber auch stark die Gesundheit unserer Schulkinder, so die Schulräte weiter: Unter dem Motto "Täglich bewegen, gesund essen und leichter lernen" startet im Herbst die Initiative "Voll in Form", die Bewegung und gesunde Ernährung noch stärker in den Unterricht einbeziehen soll.
Hauptschule als tragende Säule im Schulwesen
Die Hauptschule als eine der weiterführenden Schulen nach der Grundschule wird im Landkreis Donau-Ries von gut 2800 Schülern besucht. Heuer wechselten nach der vierten Jahrgangsstufe im Donau-Ries-Kreis 36 Prozent der Schüler in die fünfte Jahrgangsstufe der Hauptschule, 37 Prozent an die Realschulen und 27 Prozent an die Gymnasien. Die Hauptschulinitiative in Bayern will diesen Schultyp als eine tragende Säule des gegliederten Schulwesens im Freistaat stärken. Dabei haben sich die Hauptschulen im Landkreis Donau-Ries den Schwerpunkt "Stärkung des Praxisbezugs" gesetzt. Dazu werden unter anderem die Kooperation mit Betrieben ausgebaut, zusätzliche Praktika durchgeführt, berufsbezogene praktische Übungen mit Experten aus der Wirtschaft angeboten und Unterrichtskonzepte mit der Berufsschule vernetzt. Zusätzlich arbeitet jede Hauptschule individuell an ihrem eigenen Schulprofil, um ihren Schülerinnen und Schülern alle beruflichen und schulischen Anschlussmöglichkeiten zu ermöglichen.
Neu ist die erste Ganztagsklasse (gebundene Ganztagesschule) an der Hauptschule Rain, die in einer fünften Jahrgangsstufe startet. Gut angenommen sind weiterhin die Mittlere-Reife-Klassen der Jahrgangsstufen sieben bis zehn an den Standorten Donauwörth, Rain, Nördlingen, Oettingen und Wemding. Auf der Basis eines anspruchsvollen Mittlere-Reife-Lehrplans führen diese Schulen zu einer gleichwertigen "Mittleren Reife" wie die anderen weiterführenden Schulen.
Für Kinder mit ausländischem Familien-Hintergrund, die die Grund- und Hauptschulen besuchen, werden zusätzlich 135 Wochenstunden für Deutschförderkurse sowie 32 Stunden für den muttersprachlichen Unterricht eingerichtet. Schwerpunkt liegt dabei in den Sprachen türkisch und islamisch. Außerdem wird ein islamischer Religionsunterricht angeboten. Das Angebot eines staatlich organisierten muttersprachlichen Ergänzungsunterrichts wird nach dem Schuljahr 2008/2009 auslaufen. Die Vertretungen der davon betroffenen Länder haben daher zum Teil schon begonnen, einen eigenen konsularischen muttersprachlichen Unterricht zu organisieren.
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