Stabile Kälbernotierung. Rückläufige Jungkuhpreise
Wertingen Bei eisiger Kälte aber guten Straßenverhältnissen strömten zahlreiche Besucher zum Februarmarkt der schwäbischen Fleckviehzüchter nach Wertingen.
Die Versteigerung der Zuchtbullen verlief unspektakulär. Keiner der fünf gekörten Stiere genügte den hohen Anforderungen für den Besamungseinsatz, doch fanden letztlich alle Verwendung als Deckbullen im Natursprung. Das Sortiment der Jungkühe umfasste 50 Tiere mit einem durchschnittlichen Tagesgemelk von 27,7 Kilogramm. Die Versteigerung der qualitativ besten Tiere im vorderen Drittel des Angebotes begann zunächst sehr rasant. Etliche Gebote durchbrachen dabei die 2000-Euro-Schallmauer. Allerdings ließ der anfängliche Schwung später spürbar nach und insbesondere Jungkühe mit Eutermängeln oder schwächeren Leistungsergebnissen waren nur mit deutlichen Preiszugeständnissen zu verkaufen. Der Durchschnittspreis von 1593 Euro lag spürbar unter den Ergebnissen des Januarmarktes. Unter einem qualitativ sehr hochkarätigen Angebot konnten diesmal die Käufer bei den weiblichen Zuchtkälbern auswählen. Etwa die Hälfte der vorgestellten Kuhkälber glänzte mit Mutterleistungen von über 8000 Kilogramm Milch. Bei lebhaftem Versteigerungsverlauf gerieten auch die Kälber mit schwächeren Abstammungsleistungen in den Sog der Hochleistungskälber, und die Erlöse zogen folglich spürbar an. Sehr ausgeglichen präsentierte sich das Angebot tags darauf bei den Bullenkälbern zur Weitermast. Abschläge hatten lediglich überschwere Kälber hinzunehmen. Ansonsten tendierten die Preise sehr fest bis geringfügig steigend. (pm)
Info: Der nächste Nutzkälbermarkt findet am Donnerstag, 23. Februar, statt. Der nächste Zuchtvieh- und Zuchtkälbermarkt ist am Mittwoch, 7. März. Anmeldungen oder Kaufaufträge beim Zuchtverband Wertingen.
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