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03. Februar 2012 12:58 Uhr

Basketball

Gipfeltreffen in der „blauen Hölle“

Giants fühlen sich in Gotha als krasser Außenseiter

Giants-Center Josef Eichler hart bedrängt von einem Gießener. Nach der Pflicht am vergangenen Sonntag könnte heute die Kür in Gotha folgen.
Foto: Jochen Aumann

Zum großen Showdown zwischen dem Spitzenreiter der 2. Bundesliga ProB, den Giants Nördlingen, und dem aktuellen Zweitplatzierten, den BiG Oettinger Rockets Gotha, kommt es am heutigen Samstag um 19 Uhr in der Ernestiner-Sporthalle, der „blauen Hölle“ von Gotha. Trotz der Tabellenführung gehen die Kraterbasketballer als krasser Außenseiter in das Spiel, schließlich wurde bereits das Hinspiel mit 99:109 verloren. „Die Rolle des Underdogs, der mit Herz und Kampfgeist die Nördlinger Fahne hochhält, liegt uns sowieso viel mehr als die Rolle des Favoriten“, kommentiert Giants-Coach Mario Matic.

Das Spiel Zweiter gegen Erster ist aber auch das Aufeinandertreffen des besten Offensivteams und der besten Defensivmannschaft. 87,3 Punkte erzielen die Giants pro Partie, während auf der anderen Seite die Gothaer nur 72,7 Punkte zulassen. „Angriff gewinnt Spiele, Defense die Meisterschaft“, heißt es. Doch inwieweit das wirklich zutrifft, wird sich am Samstag zeigen.

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Von der Qualität des Kaders sind die Thüringer definitiv stärker besetzt, denn das ist neben der absolute Ausgeglichenheit bis zur Position 10 eine der Stärken. „Bei der Analyse des Gegners weiß man nicht, auf wen man sich in der Defense konzentrieren soll. Sie haben ausnahmslos qualitativ hochwertige Spieler und keine Schwächen“, so Teammanager Leo Emmert. Und um auf Nummer sicher zu gehen, wurden zur Weihnachtspause mit Kevin Schaffartzik und Davon Roberts zwei weitere Topleute verpflichtet. Insgesamt vier Amerikaner hat damit Marko Simic, der als akribischer Arbeiter gilt, in seinem Team. „Gotha trainiert zweimal täglich, wir hingegen dreimal die Woche. Marko wird jeden unserer offensiven Spielzüge bis ins Detail analysieren und die Verteidigung dementsprechend vorbereiten. Unsere Chance liegt darin, dass wir ohne jeglichen Druck in die Partie reingehen können. Wir müssen aber sowohl in der Offense als auch in der Defense über uns hinaus wachsen“, weiß Giants-Coach Mario Matic.

Jamerson im Training geschont

Ob die Giants auf ihren Topscorer Jason Jamerson zurückgreifen können steht noch nicht ganz fest. „Wir haben Jason die ganze Woche über im Training nur geschont. Sollte er spielen, wovon ich ausgehe, darf man von ihm keine Wunderdinge erwarten“, so der Nördlinger Trainer. „Er wird aber versuchen, der Mannschaft so gut es geht zu helfen.“ Bereits in den vergangenen Spielen war Jamerson stark gehandicapt und blieb weit unter seinen Möglichkeiten. Anstatt der gewohnten über 20 Punkte steuerte er nur 13 (Langen), 16 (Hanau) und 14 (Gießen) Punkte bei. „Dennoch ist er ein sehr wichtiger Spieler für uns“, weiß Matic.

Etwas enttäuscht zeigte sich Giants-Kapitän Florian Sefranek darüber, dass kein Fanbus die Nördlinger zum Spitzenspiel begleiten wird. „Wir haben eine sensationelle Saison gespielt. Wer hätte vor der Saison erträumt, dass wir als Aufsteiger zu diesem Zeitpunkt zum großen Showdown zum Ligakrösus fahren. Es wäre schön gewesen, wenn wir einen Fanbus zusammengebracht hätten, aber nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass uns viele Anhänger in die blaue Hölle begleiten werden und Gothas Zuschauern Paroli bieten werden.“ (leo)

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