Während der Wemdinger Radamateur Friedrich Meingast in der bisherigen Saison nur mit zweiten Plätzen und guten Platzierungen auf sich aufmerksam machen konnte, gelang ihm jetzt innerhalb von acht Tagen zweimal der Sprung auf das höchste Treppchen.
Wie im Vorjahr ging er mit seinem Team "Marinbikes" wieder in Meiningen (Thüringen) an den Start, wo man maßgeblich an der Renngestaltung beteiligt war. Meingast erwischte diesmal eine vierköpfige Ausreißergruppe, musste aber meist bei den Sprints um die Punkte seinen Kontrahenten den Vortritt lassen. Nach der vorletzten Wertung nutze er aber nochmals seine Chance und fuhr die entscheidende Attacke. Es gelang ihm, seine Mitausreißer abzuhängen und den Rundengewinn zu vollziehen. Wieder im Hauptfeld hielt er zusammen mit seinem Teamkollegen das Tempo so hoch, dass die Verfolger nicht mehr aufschließen konnten, Meingast war somit der einzige Fahrer mit einer Runde Vorsprung und das bedeutete den Sieg, da bei Kriterien der Rundengewinn mehr zählt als die Punkte. Das war schon eine taktische Meisterleistung, wie auch die Organisatoren des Rennens bestätigten. Übrigens war es für den Wemdinger A-Fahrer der erste Sieg in der Kategorie KT und A/B/C- Klasse, wo auch Fahrer aus Kontinentalteams am Start waren.
Eine Woche später trat er dann als Titelverteidiger beim 2. Lauinger Zeitfahrcup an, wo er sich gar nicht so siegessicher war, da die Meldeliste mit namhaften Konkurrenten gespickt war. Es stellte sich aber heraus, dass seine Bedenken nicht angebracht waren. In seiner derzeit bestechenden Form gelang es ihm, über die 19 Kilometer (gestartet wurde im Minutenabstand) erneut die Bestzeit aufzustellen, die noch dazu fast 30 Sekunden schneller war als seine Bestmarke vom Vorjahr. Damit hat der Wemdinger Student wieder einmal seine besonderen Qualitäten im Einzelzeitfahren unter Beweis gestellt.
Zusammen mit seinem Team "Marinbikes", das überwiegend aus Fahrern aus dem Raum Erlangen/Nürnberg besteht, hat er in den vergangenen Wochen immer wieder für bemerkenswerte Ergebnisse gesorgt, zum Beispiel in Lauf, Schorndorf, Backnang, Stuttgart, sodass man sich bei der Konkurrenz längst Respekt verschafft hat. Das ist auch der Grund, warum Team "Marinbikes" für das 20. Nürnberger Altstadtrennen, wo normalerweise nur die "Prominenz" antritt, eingeladen wurde. Dort geht es am kommenden Sonntag ab 16 Uhr auf einer 3,5 Kilometer langen Runde 18-mal um die Burg. (pm)
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