Noch vier Punktspiele haben die Fußballer des TSV Nördlingen zu absolvieren. Dreimal sind unmittelbare Konkurrenten um den Landesligaaufstieg die Gegner und nur das nächste Heimspiel gegen den TSV Babenhausen ist eine vermeintlich leichtere Aufgabe. Heute wartet die SpVgg Kaufbeuren auf die Rieser. Beginn ist um 15.30 Uhr im Parkstadion.
Vier Spiele in Folge sind die Allgäuer ungeschlagen; die letzte Niederlage datiert vom 24. März, als zu Hause gegen den TSV Bobingen 1:3 verloren wurde. Es war nicht die erste Heimniederlage, auch gegen Dinkelscherben, Mering und Marktoberdorf (alle 1:2) verlor die SpVgg. Das dürfte die Rieser in ihrem Mut bestärken, nach drei Siegen in Folge auch in Kaufbeuren nicht mit leeren Händen dazustehen. Dass es sich zweifelsohne um einen starken Gegner handelt, haben die heutigen Gastgeber im Hinspiel bewiesen, als man sich 3:3 trennte.
Alexander Weber ist nach 26 Spieltagen in der BOL derzeit zweitbester Torjäger. Der 21-jährige Offensivspieler der Wertachstädter erzielte bisher 16 Treffer. Nur der Affinger Maximilian Löw bleibt momentan mit 21 erzielten Toren für Weber unerreichbar. Gut in der Torjägerliste liegt auch Ümit Cilingir mit acht Treffern. Interessanter statistischer Aspekt am Rande: Es treffen heute die Mannschaften mit den meisten gelb-roten und roten Karten aufeinander: Die SpVgg hat bereits siebenmal die Ampelkarte gesehen, die Rieser haben in der Vorrunde fünfmal Rot erhalten.
Auch mit zehn Mann gelaufen bis zum Umfallen ...
Cheftrainer der SpVgg ist Dragan Lasic, der nach dem letztwöchigen 2:0-Sieg in Babenhausen meinte: „Das war eine wirklich tolle Leistung. Das war ein hoch verdienter Sieg meiner Mannschaft. Sie sind auch mit zehn Mann gelaufen bis zum Umfallen. Alle meine Spieler waren super drauf“. Und Mannschaftskapitän Benjamin Kleiner ergänzte: „Wenn wir in den kommenden vier Spielen solche Leistungen bringen, wie in den letzten Wochen und die nötigen Punkte holen, steht unserem Aufstieg nichts mehr im Wege. Die Mannschaft ist psychisch stark genug, um bis zum Ende durchhalten zu können“.
Auch Nördlingens Trainer Karl-Heinz Schüler zeigte sich nach dem 5:0-Sieg über den FC Königsbrunn zufrieden: „Wir haben sehr effektiv gespielt und gleich aus den ersten beiden Chancen zwei Tore gemacht. Die Mannschaft hat insgesamt viel Selbstvertrauen gezeigt, den Ball sauber laufen gelassen und zahlreiche Chancen herausgespielt, sodass der Sieg auch in der Höhe verdient war.“
Nicht zufrieden war der Coach allerdings mit den Ergebnissen der Konkurrenten: „Die Liga spielt nicht für uns. Trotz einer Superrückrunde haben wir uns nicht absetzen können, sondern nur vier Punkte Vorsprung vor dem siebten Platz.“ Die Situation ist somit weiterhin sehr gefährlich, denn für die ersten sechs Plätze kommen weiterhin sieben Mannschaften infrage, weil sich keines dieses Teams einen Durchhänger leistet.
Im Vergleich zum letzten Spiel ist wahrscheinlich diesmal wieder Michael Sebald dabei, wenngleich dieser das Mittwochstraining wegen Adukktorenproblemen abgebrochen hat. Auch Christian Turzer kommt zum Kader dazu. „Wir dürfen nicht nachlassen, unseren Job zu erledigen, denn mit einer Niederlage würde der Druck auf die junge Mannschaft deutlich zunehmen“, meint Coach Schüler.