Startseite
Icon Pfeil nach unten
Nördlingen
Icon Pfeil nach unten
Lokalsport
Icon Pfeil nach unten
Nördlingen
Icon Pfeil nach unten

Basketball: Nur knapp am Finale vorbei

Basketball

Nur knapp am Finale vorbei

  • |
  • |
  • |
    Simon Brunner (rechts), der seine Stärken in der Verteidigung hat, im knapp verlorenen Halbfinale gegen Bayern München.
    Simon Brunner (rechts), der seine Stärken in der Verteidigung hat, im knapp verlorenen Halbfinale gegen Bayern München. Foto: Unverferth/DBB

    Vor den Augen von 700 Zuschauern in der Hagener ENERVIE Arena - darunter unter anderem die beiden Ex-Nationalspieler Ademola Okulaja und Henning Harnisch sowie die Junioren-Bundestrainer Frank Menz (U20), Kay Blümel (U18) und Harald Stein (U16) – setzte sich der FC Bayern München im JBBL-Halbfinale mit 65:60 (15:17, 22:13, 17:11, 21:19) gegen den TSV Nördlingen durch.

    Im Duell der beiden süddeutschen Mannschaften erwischte Nördlingen den wesentlich besseren Start. Am Brett setzte sich Lukas Ferner gekonnt durch, während sein Zwillingsbruder Joschka es sich in der Anfangsphase zur Aufgabe machte, an beiden Enden des Feldes die Fehlwürfe einzusammeln. Kombiniert mit einer guten Transition, die viele einfache Zähler abwarf, konnte sich der TSV schnell deutlich absetzen (11:2, 3. Minute). Münchens Cheftrainer Berthold Bisselik sah sich zu einer Auszeit gezwungen, in der er offensiv wie defensiv einige Feinjustierungen vornahm. Zwar gehörte der nächste Korberfolg noch den Youngstern aus Nördlingen (13:2, 4. Minute), doch schon da war erkennbar, dass der FCB in der eigenen Hälfte ordentlich Beton anrührte.

    Nach dem ersten Viertel noch knapp in Führung

    Mit einem 12:2-Lauf kamen die Rot-Weißen auf Schlagdistanz heran (15:14, 9. Minute). Da außer Tim Hasbargen (8) und Sebastian Schmitt (7) auf Münchener Seite jedoch niemand offensiv erfolgreich abschloss, sollte Nördlingen weiterhin in Führung bleiben (17:15, 10. Minute).

    München schien langsam aber sicher seinen Rhythmus gefunden zu haben und glich kurz nach dem Wiederanpfiff durch einen Dreier von Richard Freudenberg erstmals seit Spielbeginn aus (22:22, 12. Minute). Den Landeshauptstädtern kam es zudem gelegen, dass Lukas Ferner früh sein drittes persönliches Foul kassierte und von Headcoach Zoltan Nagy vorsorglich auf die Bank beordert wurde (23:24, 14. Minute). Das Bisselik-Team nutzte die Gunst der Stunde und setzte konsequent nach. Zwar versuchte der TSV mit allen erdenklichen Mitteln dagegen zu halten, doch selbst die zahlreichen Offensiv-Rebounds konnten im zweiten oder gar dritten Anlauf nicht verwertet werden. Anders hingegen der FCB, der in Brettnähe hochprozentig einnetzte und sich so pünktlich zur Pause ein kleines Polster erspielen konnte (30:37).

    Nach dem Seitenwechsel verschwendete der FC Bayern München keinerlei Zeit damit, sich auf den defensiven Lorbeeren des zweiten Viertels auszuruhen. Nördlingen fand im Angriff überhaupt nicht zu seinem Spiel und musste fast tatenlos zusehen, wie sich die Konkurrenz zweistellig absetzte (34:45, 23. Minute). Zusätzlich wurde der TSV am Brett geschwächt, als Lukas Ferner, bis dahin einer der absoluten Aktivposten, nach seinem fünften Foul frühzeitig vom Platz musste (36:46, 26. Minute). Hasbargen und Co. nutzten die so frei gewordenen Räume am Brett und attackierten den Nördlinger Korb bei jeder sich bietenden Gelegenheit, was sich mittelfristig auf der Anzeigetafel bemerkbar machte (41:54, 30. Minute).

    Mit intensiver Verteidigung Punkt um Punkt aufgeholt

    An Aufgabe war in Reihen des TSV allerdings nicht zu denken. In mühsamer Kleinarbeit, aber vor allem mit der notwendigen Intensität in der Verteidigung kämpfte sich Nördlingen Zähler um Zähler heran (55:60, 36. Minute). Die Nagy-Truppe witterte Morgenluft und war nach einem defensiven Stopp sowie einem Dreier von Johannes Raab plötzlich ganz dich dran am gelungenen Comeback (58:60, 37. Minute). Mit der Chance auf den Ausgleich auf der Hand war es an Münchens Sebastian Schmitt, der mit einem Steal plus Korbleger in Gegenbewegung wenig später für die Vorentscheidung sorgte (60:64, 38. Minute). Nördlingen ging die Zeit aus, um einen zweiten Lauf zu lancieren und doch noch an der Konkurrenz vorbei zu ziehen. Der FCB steigerte sich in der Schlussphase beim Reboundverhalten und ließ so nichts mehr anbrennen.

    Coach Zoltan Nagy war trotzdem stolz auf seine Truppe und den erreichten dritten Platz bei der deutschen Meisterschaft: „Ich glaube, meine Jungs waren vor dieser großen Kulisse ganz schön nervös, das hat sicher auch eine Rolle gespielt. Trotz der Niederlage sind wir sehr glücklich, überhaupt bei diesem TOP4 dabei gewesen zu sein.“ (pm)

    TSV Nördlingen Georg Beyschlag (2), Jan Grempels Nicht eingesetzt), Simon Brunner (4), David West (2), Jonathan Tritscher (2), Moritz Trieb (n.e.), Fabian Pfitzner (n.e.), Johannes Raab (10/1 Dreier), Michael Dorsch (18), Paul Pfeilschifter (n.e.), Lukas Ferner (7/1), Joschka Ferner (15, 9 Rebounds).

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden