Mittwoch, 22. Mai 2013

01. Oktober 2011 00:04 Uhr

Basketball-Bundesliga

Oberhausen: Immer am Limit und überaus aggressiv

Beim letzten Aufeinandertreffen gab es zwar einen klaren HELI-Sieg. Aber die New Baskets scheinen stärker denn je Von Otto Riedelsheimer

Im ersten Heimspiel der neuen Saison 2011/2012 empfangen die Basketballdamen der HELI Girls Nördlingen Donau-Ries am morgigen Sonntag, Anpfiff 16 Uhr, in der Hermann-Keßler-Halle die Damen von evo New Basket Oberhausen. Damit treffen zwei Mannschaften aufeinander, die bei der Saisoneröffnung am vergangenen Wochenende die ersten Siege feierten: Die HELI Girls gewannen gegen den Aufsteiger OKE Panthers aus Osnabrück knapp mit 64:62, die Damen aus Oberhausen bezwangen nach Verlängerung die Mannschaft von BC Pharmaserv Marburg mit 70:66.

Veränderungen auf gleich fünf Positionen

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Mit diesem Sieg über den Vorjahresersten der Hauptrunde bewiesen die Damen aus dem Ruhrgebiet, dass sie es in dieser Saison wieder wissen wollen. In der Spielzeit 2010/2011 kamen sie entgegen den allgemeinen Erwartungen, bedingt allerdings vor allem durch Verletzung von wichtigen Spielerinnen, nur auf Platz sieben ein. Für die laufende Saison hat Oberhausen sein Team auf fünf Positionen verändert. Wichtige Abgänge waren die deutsche Nationalspielerin Lea Mersch, die Amerikanerin Melissa Lechlitner (beide als Guard), die junge deutsche Centerin Sonja Greinacher und die Weißrussin Katsiayana Zberch. Für sie kam mit der Amerikanerin Sharon Beld, der auf den Fidschi-Inseln geborenen Valerie Nainima sowie der Deutschen Lea Thiel starker Ersatz in die Mannschaft.

Weiterhin im Team stehen mit den deutschen Nationalspielerinnen Sarah Austmann und Birte Thimm, der Amerikanerin Jennifer Bender und der Deutschen Leonie Prudent herausragende Kräfte der Vorsaison. Ein Missgeschick erwischte die Oberhausener in der Saisonvorbereitung, als die starke Amerikanerin Desire Almind einen Kreuzbandriss erlitt und für längere Zeit ausfällt.

Doch auch ohne sie zeigte das Team am vergangenen Wochenende, dass es zu alter Stärke zurückgefunden hat. Die Mannschaft hat das von der langjährigen Trainerin Julia Gajewski geforderte Spiel mit hoher Intensität offensichtlich verinnerlicht, übt permanenten Druck auf den Gegner aus und spielt bedingungslos auf Schnellangriff. Gerade die sehr aggressive Verteidigung der Damen aus dem Westen, die immer ans Limit geht, setzt allen Gegnerinnen zu. Dazu kommt, dass das Team und seine Trainerin nie aufgeben, was Marburg schmerzlich erfahren musste. Obwohl die Mannschaft mit der Ex-Nördlingerin Amanda Davidson kurz vor Schluss noch acht Punkte Vorsprung hatte, rettete sich Oberhausen in die Verlängerung und siegte.

Alle Teams scheinen heuer sehr ausgeglichen besetzt

HELI-Coach Pat Bär erwartet daher zum Heimspielauftakt einen heißen Tanz, fügt allerdings gleich hinzu, dass dies heuer für die Spiele gegen fast jeden Gegner gelten dürfte. Die Parade der zwölf Mannschaften in Chemnitz hat gezeigt, dass mit Ausnahme von Meister Wasserburg, dem wiederum die Favoritenrolle zusteht, alle Mannschaften sehr ausgeglichen besetzt sind. Nach dem erwartet schweren Auftaktsieg gegen Osnabrück haben die HELI-Damen während der Woche an den in Chemnitz gezeigten Schwächen gearbeitet.

Coach Bär sieht die Vorbereitung weiter im Plan und ist guter Dinge für die Entwicklung der Mannschaft. Gegen Oberhausen soll vor allem versucht werden, mehr Stabilität auf der Innenposition zu bekommen und damit die Verantwortung breiter auf alle Schultern zu verteilen. Beim Sieg gegen Osnabrück lag die Verantwortung und kamen letztlich die Punkte vor allem vom Aufbau und den Flügeln. Dass die Leistungsträger um das überragende Duo Amanda Rego und Doro Richter immer wieder und nach wie vor die Kohlen aus dem Feuer holen müssen, ist klar. Doch Entlastung von den anderen Akteurinnen ist notwendig.

Beim letzten Aufeinandertreffen eine HELI-Sternstunde

Die HELI Girls hatten beim letzten Zusammentreffen mit dem Damen aus Oberhausen im Januar 2011 in der Hermann-Keßler-Halle eine Sternstunde und siegten dank eines überragenden zweiten Viertels (33:15) am Ende mit 86:66. Angesichts der neuen Stärke des Gegners ist ein solches Ergebnis kaum zu erwarten. Die Einheimischen sind sich im Klaren, dass es nur bei einer starken und verbesserten Leistung möglich sein wird, den ersten Heimsieg der neuen Saison zu erringen. Dazu hoffen sie auf entsprechende Unterstützung ihrer Fans.

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