Ein 17-Jähriger wurde in der Abschiebehaft tot aufgefunden. Die Todesursache war schnell klar.
Mitarbeiter der Hamburger Untersuchungshaftanstalt haben am Sonntagnachmittag einen 17-Jährigen tot in seinem Krankenzimmer aufgefunden.
Der junge Mann habe sich erhängt, teilte eine Sprecherin der Justizbehörde am Montag mit. Eine sofort herbeigerufene Ärztin stellte den Tod des 17-Jährigen fest.
Gegen David M. war den Angaben zufolge durch Beschluss des Amtsgerichts Hamburg Abschiebehaft angeordnet worden. Am 9. Februar wurde er in die Justizvollzugsanstalt Hahnöfersand gebracht. Als er dort die Nahrung verweigerte und trotz psychologischer und medizinischer Ansprache nicht essen wollte, wurde er am 25. Februar in das Zentralkrankenhaus in der Untersuchungshaftanstalt verlegt. Dort sollte sein Gesundheitszustand besser kontrolliert werden.
Seit vergangenem Samstag hatte David M. wieder gegessen und war laut der Sprecherin Gesprächen mit den Mitarbeitern aufgeschlossen. Suizidabsichten waren nicht erkennbar gewesen. ddp
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