Montag, 20. Mai 2013

05. August 2011 19:58 Uhr

Maastricht

Ab Oktober: Nicht mehr jeder darf in einen Coffeeshop

Touristen dürfen ab Oktober in Maastricht nicht mehr in die Coffeeshops. Damit soll der Drogentourismus unterbunden werden. Für einige gibt es aber eine Ausnahme.

Qualmen im Coffeeshop.
Foto: DPA

Im Kampf gegen den Drogentourismus  haben sich die Behörden der niederländischen Stadt Maastricht mit  den Besitzern der Coffeeshops auf einen Kompromiss geeinigt. Wie  der Vorsitzende der Vereinigung der Maastrichter Coffeeshops  (VOCM), Marc Josemans, am Freitag mitteilte, sollen ab Oktober  neben Niederländern nur noch Touristen aus dem benachbarten  Deutschland und Belgien Zutritt zu den Läden haben, in denen neben  kleinen Speisen und Getränken sogenannte weiche Drogen wie  Haschisch und Marihuana verkauft werden. Diese dürfen fünf Gramm  Cannabis pro Person und Tag verkaufen.

Der Vorschlag stammt vom VOCM selbst, der damit ein noch schärferes  Vorgehen der Behörden verhindern will. «Sollte der Ärger mit dem  Drogentourismus nicht abnehmen, hat uns die Stadt mit der  Schließung unserer Shops gedroht», sagte Josemans. Die Behörden  dementieren dies. Sie erinnern an ihren Plan, ab dem Jahr 2013 die  Hälfte der 14 Coffeeshops an den Stadtrand verbannen zu wollen.

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Maastricht zählt jährlich rund 1,4 Millionen Drogentouristen - vor  allem aus Belgien, Deutschland und Frankreich, aber auch aus  Luxemburg, Spanien und Italien. Die Regierung in Den Haag denkt  derzeit über die Einführung einer «Cannabis-Karte» für Bewohner der  Niederlande nach, die künftig dann allein zum Betreten eines  Coffeeshops berechtigt. afp

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Maastricht | Drogen