Ein Kondom mit Widerhaken aus Südafrika soll vor Vergewaltigungen schützen. Frauenrechtlerinnen sind aber skeptisch.

Dass das Anti-Vergewaltigungs-Kondom aus Südafrika kommt, ist kein Wunder. Das Land am Kap der guten Hoffnung hat die höchste Vergewaltigungsrate der Welt. In Südafrika soll es alle 30 Sekunden zu einer Vergewaltigung kommen.
Dem will nun die Südafrikanerin Sonette Ehlers entgegenwirken, wie heute.de meldet. Das Kondom heißt RapeAxe und soll wie ein Tampon in die Scheide der Frau eingeführt werden, wo es der Benutzerin selbst keinen Schaden zufüge. Ehlers zu heute.de: "Der Mechanismus ist mit dem von Kontaktlinsen vergleichbar. Die bleiben auch an der richtigen Stelle, obwohl sie beweglich sind."
Wenn ein Vergewaltiger in sein Opfer aber eindringt, so schließe der kurze Latexschlauch mit Widerhaken um das Glied des Vergewaltigers. Befreit werden könnte der Angreifer nur von einem Arzt, schreibt heute.de.
Der plötzliche Schmerz solle dem Opfer so die Zeit für eine Flucht ermöglichen. Zudem schütze das Kondom ganz normal vor Aids und ungewollten Schwangerschaften.
Laut heute.de befürchtet die Beratungsstelle für Vergewaltigungsopfer "Rape Crises" in Kapstadt aber, dass der Schmerz die Täter zusätzlich reizen könnte. Zudem könnte der Preis ein Problem darstellen, da die Kondome nur 24 Stunden getragen werden können.
Die deutsche Ethnologin Rita Schäfer fügte auf heute.de noch an: "Der Schutz vor Frauen darf nicht wieder privatisiert werden. Vergewaltigungen sind nur ein kleiner Teil einer Jahrhunderte lang gewachsenen sexistischen und rassistischen Kultur in Südafrika. Beendet werden kann diese Gewalt nur, wenn sich die Gesellschaft ändert."
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