Dienstag, 21. Mai 2013

14. April 2012 09:31 Uhr

Zugunglück in Hessen

Aufräumarbeiten und Ermittlungen gehen weiter

Ein Regionalzug prallte am Freitag in der Nähe von Offenbach gegen einen Bagger. Dabei wurden drei Menschen getötet und 13 verletzt. Die Unfallsursache ist weiter ungewiss.

Nach einem der schwersten Zugunglücke in Hessen gehen die Aufräumarbeiten weiter. Zwei Kranwagen sind inzwischen zur Unglücksstelle gebracht worden, um die ineinander verkeilten Wracks eines Waggons und eines Baggers von den Schienen zu heben. Am Freitagmorgen prallte ein Regionalzug mitten in der Nacht mit voller Wucht gegen einen Bagger auf dem Gleis. Dabei sind drei Menschen ums Leben gekommen. 13 weitere wurden verletzt. Die Bahn schob den Bagger mehrere hundert Meter über das Gleis, bevor beide Fahrzeuge nahe Mühlheim aus dem Gleis sprangen und zur Seite kippten.

Strecke bleibt am Wochenende gesperrt

Die Strecke zwischen Offenbach und Hanau bleibt am Wochenende wegen der Bergungsarbeiten für den Regional- und Fernverkehr gesperrt. Der Zug war auf der Strecke von Frankfurt nach Hanau unterwegs, als der Unfall passierte. Neben dem 54 Jahre alten Lokführer wurden auch zwei Bauarbeiter getötet, einer von ihnen ein 53-jähriger Baggerführer.  "Wir vermuten, dass alle drei gleich tot waren, bei dem Schlag, den es getan hat", sagte ein Sprecher der Bundespolizei.

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35 Fahrgäste waren zur Unglückszeit im Zug

Zur Unglückszeit gegen 1.00 Uhr saßen etwa 35 Fahrgäste in dem Regionalzug der Deutschen Bahn. Sie wurden noch in der Nacht aus den insgesamt sechs Waggons gerettet. 200 Rettungskräfte und Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Ob es sich bei den 13 Verletzten ausschließlich um Reisende handelt, konnte die Polizei zunächst nicht sagen. Sechs Menschen wurden mit schwereren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Unglück eines Regionalzugs nahe Offenbach: Unfallsursache unklar

Bei den laufenden Aufräumarbeiten wird noch immer nach der Ursache des Unfalls gesucht. "Das sind sehr komplexe Ermittlungen. Unterlagen müssen ausgewertet werden, Zeugen befragt", sagte Sprecher Reza Ahmari. Geprüft wird unter anderem, ob der sogenannte Zweiwegebagger, der auf Schienen und auf der Straße fahren kann, zu früh am Unfallort war oder an der falschen Stelle aufgesetzt wurde. Am Freitag erklärte Klaus Vornhusen, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Hessen: "Der Zug war auf dem genau richtig vorgesehenen Gleis". Er sicherte den Opfern und ihren Familien Hilfe zu. AZ/dpa

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Bahn | Hessen | Verkehr | Zugunglück

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