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21. März 2010 17:44 Uhr

Großeinsatz in Mühlheim

Ausgebüxte Kobra soll im Wohnhaus verhungern

Eine giftige Kobra ist in einem Wohnhaus in Mühlheim ausgebüxt. Seitdem ist sie unauffindbar. Experten sehen nur noch eine Lösung.

Großeinatz wegen einer ausgebüxten Kobra.

Die Feuerwehr in Mülheim an der Ruhr gibt die Suche nach einer in einem Wohnhaus entwichenen giftigen Kobra vorerst auf.

Am Sonntag entschieden sich die Experten dafür, die Schlange in dem versiegelten Gebäude verhungern zu lassen. «Wir haben mehrere Tage ohne Erfolg in dem Haus nach der Schlange gesucht», sagte Volker Wiebels, Pressesprecher der Stadt Mülheim. In dem Gebäude gebe es so viele Verstecke, dass die Suche vermutlich noch Wochen dauern würde. Daher habe man sich für die «biologische Lösung entschieden».

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Nach Angaben der Feuerwehr kann die Schlange ohne Nahrung bis zu sechs Wochen überleben. Geeignete Beute werde sie in dem Gebäude nicht finden. Daher sollten die Mieter des Hauses in den kommenden acht Wochen auf Kosten der Stadt anderweitig untergebracht werden. Das Wohnhaus werde versiegelt und abgeklebt, sodass die Schlange nicht entkommen könne. Sollte sie bereits in Freie gelangt sein, hätte sie angesichts der nasskalten Witterung keine Überlebenschance und wäre bereits verendet.

Das etwa 30 Zentimeter lange Jungtier war in der Nacht zum Donnerstag aus seinem Terrarium entkommen und wurde seitdem nicht mehr gesehen. In der inzwischen leer geräumten und entkernten Wohnung des Schlangenbesitzers untersuchte die Feuerwehr auch am Sonntag mit Hilfe eines Endoskops sämtliche Löcher und Ritzen, ohne auf das Tier zu stoßen. Auch die zwei evakuierten Wohnungen in den darunter liegenden beiden Etagen wurden mit dem Endoskop durchsucht. Die Feuerwehr geht aber weiterhin davon aus, dass die Schlange noch im Haus ist und sich in eine warme Ecke verkrochen hat.

Der Besitzer hatte die Schlange erst vor etwa einer Woche auf einer Reptilienbörse erworben. Es handelt sich um eine hochgiftige Monokelkobra, deren Biss innerhalb von vier Stunden tödlich sein kann. Vorsorglich beschaffte die Feuerwehr ein Antiserum, das in einem Mülheimer Krankenhaus bereitgehalten wird. ddp

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