Die Deutsche Bahn sagt Gewalt und Kriminalität in Zügen und auf Bahnhöfen den Kampf an. Mit einem neuen Konzept.

Im Rahmen eines neuen Sicherheitskonzepts will das Unternehmen unter anderem die 3350 eigenen Sicherheitskräfte um 150 Mann aufzustocken, wie die «Bild am Sonntag» berichtete. Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte die angekündigte Sicherheitsoffensive.
Die Bahn will außerdem rund 11.000 Service-Mitarbeiter, Kundenbetreuer und Zugbegleiter in Sicherheitstrainings schulen. «Allein 2010 werden über 3000 Mitarbeiter an diesen Maßnahmen teilnehmen», sagte das für Sicherheitsfragen zuständige Vorstandsmitglied Gerd Becht dem Blatt. Diese Trainings würden «überwiegend in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei durchgeführt und weiterentwickelt».
Zudem sollen die 6500 Überwachungskameras in Zügen und Bahnhöfen verbessert werden, um detailliertere Aufnahmen zu liefern. Das neue Konzept sieht vor, dass eine neue Software zum Einsatz kommt, mit deren Hilfe auf Kameraaufzeichnungen verdächtige Gegenstände und auffällige Personenbewegungen leichter zu erkennen sein sollen. Jeden Tag gibt es bei der Bahn rund 30 Fälle von Körperverletzung, im Jahr über 10.000. Die DB-Zentrale registriert pro Jahr rund 87. 000 Straftaten - von der Sachbeschädigung bis zum Fahren ohne Ticket.
Der Fahrgastverband Pro Bahn begrüßte die angekündigte Sicherheitsoffensive. «Das ist eine ganz wichtige Sache, die sowohl das Personal als auch die Reisenden angeht», sagte der Bundesvorsitzende von Pro Bahn, Klaus-Peter Naumann, der «Mitteldeutschen Zeitung» (Montagsausgabe). Es sei oberstes Ziel, dass Reisende sich sicher fühlen. Durch ein Mehr an Ordnungskräften und eine Verbesserung der Überwachung könne dies erreicht werden. Zwar würden durch eine stärkere Überwachung Straftaten nicht verhindert, sagte. «Sie kann aber dazu beitragen, solche Taten aufzuklären.» afp
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