Dienstag, 21. Mai 2013

05. November 2011 17:02 Uhr

Flut in Genua

Berlusconi kritisiert Baustil in Norditalien

Ministerpräsident Silvio Berlusconi kritisiert Gebäude, die vorschriftswidirg gebaut worden sind. Sie seien mit Schuld an den verheerenden Auswirkungen der Springflut in Norditalien.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat vorschriftswidrig errichte Bauten in Überschwemmungszonen für die tödlichen Springfluten in Genua mitverantwortlich gemacht. "Es ist offensichtlich, dass Gebäude an Plätzen waren, wo sie nicht sein sollten", teilte Berlusconi am Samstag mit. Gleichzeitig kündigte er Maßnahmen der Behörden an, um solche Überschwemmungen in Zukunft zu vermeiden.

Am Freitag waren mindestens sechs Menschen in Genua ums Leben gekommen, als zwei Flüsse über die Ufer traten. Neun weitere waren bereits Ende Oktober bei Überschwemmungen in Ligurien und in der Toskana getötet worden.

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Die schweren Unwetter haben Norditalien somit weiterhin fest im Griff. Heftige Gewitter mit Starkregen entluden sich am Samstag in Ligurien und im Piemont, es kam zu Überschwemmungen, Erdrutschen und mehreren vorsorglichen Evakuierungen. Wegen der befürchteten neuen Erdstürze zehn Tage nach den vergangenen starken Unwettern dort waren in der Gegend von Borghetto Vara bei La Spezia Straßenverbindungen für den Verkehr gesperrt worden, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Im Piemont mussten in dem Dauerregen am Samstag Dutzende Menschen vor mehreren Erdrutschen in Sicherheit gebracht werden.

Die am Vortag besonders massiv betroffene ligurische Hafenmetropole Genua glich nach den Berichten am Samstag nahezu einer Geisterstadt: Die Schulen blieben geschlossen, Autofahrten waren von der Stadt bis zum Ende der Unwetterphase verboten worden. In Genua waren am Freitag mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen, darunter zwei Kinder. dpa, dapd

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Flut | Genua | Hochwasser | Italien | Unwetter | Wetter



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