Freitag, 24. Oktober 2014

18. Februar 2013 10:20 Uhr

Oscar Pistorius unter Drogen?

Blutiger Cricketschläger entdeckt: Steenkamps Schädel gebrochen

Nach dem Tod von Reeva Steenkamp ist im Haus des südafrikanischen Sprinterstars Oscar Pistorius einem Bericht zufolge ein blutverschmierter Cricketschläger gefunden worden.

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Blutiger Cricketschläger in Pistorius-Haus entdeckt: Die südafrikanische Zeitung "City Press" berichtete am Sonntag zudem, Steenkamps Schädel sei "gebrochen" gewesen. Pistorius rief laut Medienberichten in der Tatnacht Freunde und Verwandte an, nicht aber Polizei oder Notarzt. Auf dem in dem Haus beschlagnahmten Schläger habe sich "viel Blut" befunden, berichtete "City Press" unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Polizei verfolgt drei Theorien

Die Polizei verfolge drei Theorien: Pistorius könnte Steenkamp mit dem Schläger angegriffen oder ihn zum Einschlagen der Badezimmertür benutzt haben, hinter der sich Steenkamp versteckt haben soll. Möglich sei auch, dass die 29-Jährige den Schläger zur Selbstverteidigung verwendete. Steenkamp war am frühen Donnerstagmorgen von vier Schüssen getroffen worden und gestorben.

Laut "City Press" fiel der erste Schuss im Schlafzimmer, die anderen drei trafen Steenkamp im Badezimmer. Die Zeitung berichtete weiter, Pistorius habe am frühen Donnerstagmorgen seinen Vater angerufen und ihn gebeten, schnell zu ihm zu kommen. Der Athlet habe aber weder die Polizei noch einen Notarzt gerufen. Laut "Sunday Independent" rief Pistorius in der Nacht zudem eine befreundete Nachbarin an.

Pistorius in Gewahrsam

Beim Eintreffen habe sie gesehen, wie der Sportler die blutüberströmte Steenkamp die Treppe hinunter trug. Der Vater der Nachbarin habe einen Krankenwagen zu dem Haus in einem Nobelvorort von Pretoria gerufen. Pistorius befindet sich in Gewahrsam. Nach seiner Festnahme am Donnerstag erhob die Staatsanwaltschaft am Freitag Mordanklage gegen den 26-Jährigen.

 

Er wies die Vorwürfe gegen ihn vehement zurück. Auch seine Familie verteidigte den Paralympics-Star. Die Ermittler ordneten laut "City Press" die Entnahme einer Blutprobe an, um festzustallen, ob Pistorius zum Tatzeitpunkt unter Einfluss von Drogen oder Steroiden stand. Steroide könnten demnach zu einem extrem aggressiven Verhalten geführt haben.

Oscar Pistorius droht lebenslange Haft

Die Polizei wollte zu den diversen Medienberichten keine Stellungnahme abgeben. Falls Pistorius wegen vorsätzlichen Mordes verurteilt wird, droht ihm lebenslange Haft. Für Dienstag wurde eine zweite gerichtliche Anhörung angesetzt, bei der Pistorius' Anwälte für ihren Mandanten die Freilassung auf Kaution beantragen wollen.

Einer der Verteidiger, Kenny Oldwage, sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Anwaltsteam arbeite derzeit an der Verteidigungsstrategie und erwarte, in Kürze Pistorius' Haus besuchen zu können. Für Dienstag ist eine Trauerfeier für Steenkamp geplant. Sie soll in Port Elizabeth im Süden des Landes beigesetzt werden. Pistorius, dem in frühester Kindheit beide Unterschenkel amputiert worden waren, und Steenkamp hatten sich erstmals im November öffentlich als Paar gezeigt.

Pistorius-Freundin hinterlässt gespenstische TV-Botschaft

In einem im Internet veröffentlichten voraufgezeichneten Fernsehinterview spricht das Model darüber, wie wichtig es sei, einen bleibenden Eindruck im Leben zu hinterlassen. "Die Art, wie man geht und seinen Abschied nimmt, ist so wichtig", sagt Steenkamp in dem Beitrag, der auf YouTube zu sehen ist. "Entweder hat man auf positive oder auf negative Weise einen Eindruck hinterlassen." Das Interview war im Rahmen einer bekannten Realityshow aufgezeichnet worden. (afp, AZ)

 

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