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Zdenek Miler: Der "Papa" des kleinen Maulwurfs ist gestorben

Zdenek Miler

Der "Papa" des kleinen Maulwurfs ist gestorben

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    Erfinder des Kleinen Maulwurfs gestorben
    Erfinder des Kleinen Maulwurfs gestorben Foto: DPA

    Als der kleine Maulwurf vor fast 40 Jahren zum ersten Mal über westdeutsche Fernsehschirme flackerte, eroberte die charmante Figur die Herzen der Zuschauer. Generationen von heute Erwachsenen haben den glucksenden, schaufelnden und Rakete fliegenden Maulwurf liebgewonnen. Sein "Vater" und Schöpfer, der tschechische Trickfilmer Zdenek Miler, ist am Mittwoch in einem Sanatorium südlich von Prag gestorben. Er wurde 90 Jahre alt.

    Der Maulwurfhügel war schuld

    "Dem einen hätte es ohne den anderen auf der Welt keine Freude gemacht", schrieb Miler einmal in einem Grußwort an seine kleinen Zuschauer. Auf die Idee für die weltberühmte Zeichentrickfigur ist Miler nach eigenen Angaben auf einem Silvesterspaziergang gekommen. Dabei stolperte er im Wald über einen Maulwurfhügel. Gelöst war damit auch das Problem, dass viele Tiere bereits von Disney verwendet wurden. "Ich wollte eine neue Figur erschaffen, die noch kein anderer gezeichnet hatte", erinnerte sich Miler.

    Erst sprechen dann fiepsen

    Anfangs sprach der Maulwurf noch, später fiepste er. Das erleichterte den Export in alle Welt. Die Töne für ein freundliches "Hallo" oder staunendes "Oh!" sprachen Milers Töchter im Kleinkindalter auf Tonband. Als Miler vor neun Jahren die Feder niederlegen musste, konnte er auf mehr als 50 Filme mit dem Maulwurf zurückblicken. Außerdem illustrierte er 40 Kinderbücher, die sich mehr als fünf Millionen Mal verkauften.

    Maulwurf fliegt ins All

    In diesem Sommer hatte sich für den "Vater" des Maulwurfs noch ein großer Traum erfüllt. Im Mai flog US-Astronaut Andrew Feustel mit zwei Plüschfiguren im Gepäck an Bord der Räumfähre Endeavour ins All. Einen der weltraumerfahrenen Maulwürfe überreichte Feustel auf einem Tschechien-Besuch seinem Erfinder. "Das hätte ich mir nie vorstellen können", sagte der liebenswürdige Miler und dankte es mit einer Zeichnung.

    Für Zoff ist kein Platz

    Dank Episoden wie "Der Maulwurf und die Rakete" von 1965 gilt die Figur in Tschechien als bekanntester "Astronaut" des Landes. Tschechen sind stolz auf ihre weltberühmte Zeichentrickfigur, die sie "Krtek" oder auch liebevoll "Krtecek" rufen. Selbst Staatspräsident Vaclav Klaus wird mit den Worten zitiert, dass ihm die Feinfühligkeit eines kleinen Maulwurfs bei weitem näher sei als die Schroffheit einer Familie Simpson. Zoff  ala Tom und Jerry hatte in Milers Filmen keinen Platz. dpa/AZ

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