Nie wieder Supermutter Lynette und Zoff zwischen der hübschen Gabrielle und ihrem Carlos? Die Serie "Desperate Housewives", die in Deutschland auf ProSieben gezeigt wird, soll vor ihrer Absetzung stehen. Wie US-Medien mit bezug auf nicht näher genannte Quellen berichten, wolle der TV-Sender ABC am Sonntag das Aus der Serie nach der kommenden achten Staffel bekannt geben.
Dem Branchenmagazin "The Hollywood Reporter" (Online-Ausgabe) zufolge wurde die Zukunft der Serie um eine Gruppe von Hausfrauen in einer vermeintlichen Vorort-Idylle seit einigen Monaten infrage gestellt. Schauspielerhonorare und andere Produktionskosten seien in die Höhe geschossen, während die US-Zuschauerzahlen gesunken seien. Zuletzt hätten weniger als zwölf Millionen Amerikaner eingeschaltet, während es in der ersten Staffel 2004/2005 noch knapp 24 Millionen gewesen seien, hieß es weiter.
Auch hinter den Kulissen gab es in der Vergangenheit bei "Desperate Housewives" Unstimmigkeiten, wie der Branchenblog "Deadline Hollywood" berichtete: Der Erfinder, Autor und Produzent von "Desperate Housewives", Marc Cherry, beteilige sich an der im September anlaufenden Staffel nur noch als Berater, hieß es dort. Cherry sei zudem mit einer Klage der aus der Serie ausgestiegenen Darstellerin Nicolette Sheridan konfrontiert, die ihm unter anderem vorwerfe, sie geschlagen zu haben.
Die Hauptdarstellerinnen Teri Hatcher, Felicity Huffman, Marcia Cross und Eva Longoria reagierten dem Bericht zufolge "schockiert und traurig" auf die Nachricht über das Aus der Serie. Cherry habe zuvor erklärt, dass sie bis 2013 fortgesetzt werden solle. Auch habe ABC sich mit den vier Stars auf ihre Honorare sowie eine Option auf eine neunte Staffel geeinigt. In Deutschland läuft "Desperate Housewives" seit April 2005 auf ProSieben. dapd