In der zehnten Folge von "Germanys next Topmodel" forderte Heidi zum Headbangen und Schauspielern auf. Beides ging mächtig daneben.Von Niko Steeb Von Niko Steeb

Von Niko Steeb
In der zehnten Folge von "Germanys next Topmodel" wurden zweiFlugtickets vergeben, Heidi forderte zum Headbangen auf und Peymanerinnerte die Models an ihre eigentliche Aufgabe.
Zehnte Folge von "Germanys next Topmodel": Gewinnerin des Abends war Katrina, die ausgeschieden ist und endlich nach Hause fahren darf. Heidi attestierte ihr zwar ein gutes Casting, vermisste aber jegliches Talent zum Modeln. Schlecht, in einem Modelbewerb. Die restlichen Damen müssen sich noch mindestens eine weitere Sendung lang quälen lassen.
Der Abend begann mit dem Casting zu einem TV-Spot für die neue Kollektion von C&A. Dazu sollten die Models spontan kleine Szenen vorspielen. Die hilflosen Laiendarstellerinnen wirkten so selbstbewusst und überzeugend wie Schulmädchen auf dem ersten Tanzball. Dabei verkalkulierte sich Ira, die sich einen imaginären Star aussuchen sollte und den realen Peyman wählte. Dieser war dann tief beleidigt, was einmal mehr beweist, dass Menschen die austeilen, noch lange nicht einstecken können.
Ira sagte zu einem zunehmend aggressiver werdenden Peyman: "Ich d achte, du bist größer und im Fernsehen wirkst du netter." Darauf erinnerte ein grimmiger Peyman Ira an ihren Job als Model: "Du sollst fröhlich sein und Klamotten verkaufen, das tust du nicht, meine liebe Ira!" Die Beste der Schlechten war am Ende Jessica. Als Belohnung winkte ein Foto-Shooting in Los Angeles auf dem Walk of Fame und am Muscle Beach (dem Muskel-Strand).
In der zweiten Herausforderung ging es in eine Talentschmiede für Stand-up-Comedians. Dort sollten die Models drei Minuten vor Livepublikum improvisieren. Zunächst war Fremdschämen angesagt: Jessica mit halben Strip, Katrina ringt wie eine läufige Katze mit einem Studiogast und Maria pinkelt wie ein Hund. Sarina war als einzige ehrlich: "Ich hab mich voll blamiert, scheiße!" Nein, Sarina, nicht nur du - obwohl Peyman "alles grandios" fand. Gewonnen hat Larissa aus Österreich, die Quotenbringerin fürs Alpenland, mit einer dann doch ansatzweise lustigen Vorstellung, die vor allem von ihrem österreichischen Englisch lebte, das stark an Schwarzenegger erinnerte.
Aufgabe Nummer drei war die Nachstellung eines Klum-Werbespots für einen BH, in dem sie wild wie eine Schoßkatze abrockt. Dabei konnte Sarina die starke Leistung aus dem abendlichen Training nicht mit in den Dreh nehmen. Kleine Randnotiz: Heidi kritisierte bei fast allen, dass sie, während sie wild herumsprangen, nicht die Hände an den Gitarrensaiten hatten. Als noch einmal ihr Originalspot eingeblendet wird, sieht man, dass sie dies am wenigsten beherzt hat und den Klangkörper sogar noch feshält.
Und dann kam er endlich, der Zickenkrieg. Larissa konnte nicht springen, da sie sich angeblich den Knöchel verstaucht hatte. Die anderen glaubten ihr nicht, Larissa aber blieb stur und taff und kam damit durch, obwohl sie in jeder Folge mindestens ein Wehwehchen hat.
Heidi feuerte die Mädels an: "Headbanging, Headbanging, Headbanging, Headbanging!" Der kernige Regisseur versuchte anders zu motivieren: "Das soll nicht wie Wackelpudding rüberkommen!" Und so ging es dann eine Weile mit viel hüpfendem Fleisch, bis Heidi den Satz des Abends sagen durfte: "Da überrasche ich mich immer selber mit, wie toll die Sarina ist."
Kurze Zeit später, in der vor Spannung berstenden Entscheidungsrunde, wäre Sarina dann fast rausgeflogen, weil sie laut Klum zu "tollpatschig und kindlich" ist und noch keine Aufgabe gewann. Katrina musste heimfliegen, gab aber davor noch ein trotziges Versprechen in die Kamera: "Ich gebe nicht auf." Doch, bitte gib auf. Wir haben auch schon lange kapituliert vor "Germanys next Topmodel".
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