Der neue E10-Kraftstoff soll die Umwelt schonen, doch offenbar belastet er dafür den Geldbeutel der Kunden: Selbst Autofahrer, die auf den Öko-Sprit verzichten, zahlen künftig kräftig drauf.

Das neue E10-Benzin wird bereits verkauft, die Marktführer in Deutschland, Aral und Shell, haben mit der Auslieferung des Kraftstoffs an ihre Stationen begonnen. Der Wirbel um den Öko-Sprit, der maximal zehn Prozent Ethanol enthält, reißt aber nicht ab.
Nach Tests, die belegen, dass der Verbrauch mit E10-Benzin steigt, wird nun auch klar, dass selbst Autofahrer, die auf E10 verzichten, draufzahlen.
Jene Wagen, die den Kraftstoff nicht vertragen, haben bisher noch Superbenzin mit fünf Prozent Ethanol (E5) und 95 Oktan getankt. Doch in den nächsten Wochen wird dieser Kraftstoff komplett vom Markt verschwinden.
Shell begründete den Schritt so: "Sowohl die Produktionsmöglichkeiten der Raffinerien als auch die Anzahl der Kraftstofftanks in Raffinerien und Tanklagern sowie insbesondere an den Tankstellen sind in der Regel begrenzt", begründete das Unternehmen die Entscheidung. Die Tanks werden nun für das neue E10 gebraucht. Der Bau neuer Tanks lohne sich nicht.
Etwa zehn Prozent der deutschen Autofahrer müssen damit auf höherwertiges Benzin mit 98 Oktan umsteigen und je nach Anbieter fünf bis acht Cent je Liter mehr bezahlen. dpa, AZ
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