Mittwoch, 24. Mai 2017

19. Mai 2017 15:55 Uhr

Eurovision Song Contest 2017

ESC 2017: Schwedischer Kandidat kritisiert ESC-Sieger Salvador Sobral

Salvador Sobral aus Portugal gewinnt beim Eurovision Song Contest 2017. Für Deutschland geht Levina ins Rennen - und wird Vorletzte. Manch einer denkt an Rückzug aus dem Contest.

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  • Der Eurovision Song Contest 2017 fand vom 9. bis zum 13. Mai in Kiew statt.
  • Für Deutschland sang Isabella "Levina" Lueen beim ESC. Wir stellen sie hier im Kurz-Porträt vor.
  • Gewonnen hat den ESC 2017 Salvador Sobral  aus Portugal.

ESC 2017: News zum Eurovision Song Contest

18. Mai: Schwede Robin Bengtsson kritisiert ESC-Sieger

In einem Post auf Insatgram hat der schwedische Teilnehmer des diesjährigen ESC Robin Bengtsson den Sieger Salvador Sobral kritisiert. Bengtssons Meinung nach war die Rede des Portugiesen einem Gewinner nicht gerecht. Sobral hatte "Fast-Food"-Musik ohne jeglichen Inhalt kritisiert. Diese Art von Pop-Musik könne aber das Beste sein, kontert der Schwede. Es sei Platz für jeden.

 

16. Mai: Sängerin Ann Sophie: Deutsche ESC-Teilnehmer zu unbekannt für Erfolg

Die Verliererin des Eurovision Song Contest (ESC) von 2015, Ann Sophie (25), hat Verständnis für den Misserfolg ihrer Nachfolgerin Levina (26) in Kiew: "Ich möchte Levina sagen, es liegt nicht an ihr", sagte Ann Sophie, die vor zwei Jahren mit null Punkten Letzte geworden war, der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Die deutschen Teilnehmerinnen der vergangenen Jahre seien vor ihren ESC-Auftritten international zu wenig bekannt gemacht worden, erklärt sich die Musikerin die Pleitenserie. "Ich finde, dass Deutschland es sich zu einfach macht. Frei nach dem Motto: "Das wird schon irgendwie laufen!"", beschwerte sie sich über die "Erniedrigung". 

Dass sich eine im Vorfeld geführte PR-Kampagne auszahle, habe Lena Meyer-Landruts Sieg 2010 gezeigt, meinte Ann Sophie: "Lena hat funktioniert, weil Stefan Raab ihren Song vorher im Ausland kräftig beworben hatte." Sie selbst habe fünf Jahre später eine ganz andere Erfahrung gemacht: "Ich war bis auf wenige Ausnahmen ausschließlich im deutschen Hamsterrad gefangen, vom Ausland war nie die Rede." Auch die 2016 für Deutschland angetretene Jamie-Lee Kriewitz war auf dem letzten Platz gelandet, Levina war Vorletzte geworden.

15. Mai: ARD-Verantwortlicher schließt Rückzug vom ESC aus

Trotz der erneuten Pleite Deutschlands beim Eurovision Song Contest (ESC) will die ARD dem Musikwettbewerb treu bleiben. "Nach dem Spiel ist vor dem Spiel", sagte ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber der Bild-Zeitung. Auf die Frage, ob Deutschland nach dem dritten ESC-Debakel in Folge aussteigen solle, sagte er: "Nein."

Sängerin Levina (26) war mit ihrem Song "Perfect Life" am Wochenende Vorletzte geworden. In den beiden Jahren zuvor landete Deutschland jeweils sogar auf dem letzten Platz. Gewonnen hat in diesem Jahr Portugal. Schreiber wies darauf hin, dass die Portugiesen schon 49 Mal am ESC teilgenommen und nun ein Mal gesiegt hätten. Er stellte die Frage in den Raum: "Waren ihre Ergebnisse vor 2017 Blamagen?"

Der ESC sei "die mit weitem Abstand erfolgreichste Fernsehshow des Jahres in einer Sendelänge von 20.15 Uhr bis ca. 1.40 Uhr". Die Startgebühren für Deutschland hätten in diesem Jahr bei rund 380.000 Euro gelegen - "deutlich unter den durchschnittlichen Produktionskosten von Unterhaltungsshows im Hauptabend", sagte Schreiber.

14. Mai: Portugal gewinnt ESC - Deutschland Vorletzter

Portugal hat den diesjährigen Eurovision Song Contest gewonnen. Salvador Sobral landete beim Finale in Kiew am Samstagabend deutlich vor Bulgarien und Moldau auf dem ersten Platz. Deutschland enttäuschte erneut, Starterin Levina wurde Vorletzte.

Salvador Sobral passt eigentlich überhaupt nicht in die grelle, laute und bonbonfarbene ESC-Welt. Ein schüchterner junger Mann mit Bärtchen und fast ungepflegter Frisur, mit schiefer Haltung, nervöser Körpersprache und einem schlecht sitzenden Jackett. Doch der 27-jährige Portugiese hauchte sich mit der zarten Jazz-Ballade "Amar Pelos Dois" (Liebe für zwei) in die Herzen von Millionen Zuschauern. 

Es war einer der leisesten Momente des Abends im Finale des Eurovision Song Contest am Samstag in Kiew. Den Song hat ihm seine Schwester Luisa geschrieben. Sie hat ihn auch bei den Proben vertreten, als er krank war. Sobral, der aus einer alten Adelsfamilie stammt, sang den Song zart in seiner Landessprache mit geschlossenen Augen. Er brauchte kein Wumm-Wumm, keine Flammen, keine Lasershow.

13. Mai: Der ESC 2017 live

 

12. Mai: Levina hat vielversprechenden ESC-Startplatz - Buchmacher skeptisch

Die deutsche Hoffnung beim diesjährigen Songwettbewerb ESC, Levina, hat mit ihrem Lied "Perfect Life" einen vielversprechenden Startplatz. Dennoch sehen die Buchmacher den italienischen Sänger Francesco Gabbani ("Occidentali's Karma") als haushohen Favoriten. Levina wird an diesem Samstag in Kiew auf dem 21. Platz unter den 26 Startern antreten. 

Nicht nur, dass vor einem Jahr die Ukrainerin Jamala mit dem Song "1944" auf diesem Platz den Sieg errang. Levina tritt zeitlich auch recht nahe an der Publikums-Abstimmung auf. Sie folgt übrigens auf den eher bizarren rumänischen Jodelsong von Ilinca und Alex Florea ("Yodel It!"). 

Trotz der günstigen Rahmenbedingungen räumen Buchmacher Levina zwar Chancen auf das hintere Mittelfeld ein, sehen sie aber weit vom Sieg beim Eurovision Song Contest entfernt. "Mit einer Quote von 2,30 steht der Vertreter Italiens auch nach den starken Performances von Belgien und Schweden im ersten Halbfinale und von Rumänien und den Niederlanden im zweiten Halbfinale unangefochten auf Platz eins", teilte der Wettanbieter bwin am Freitag mit. "Mit einer Quote von 101,00 für den Sieg findet sich Deutschland auf Platz 18 im hinteren Mittelfeld und muss sich hinter Länder wie Australien, Frankreich oder Moldawien einreihen."

Warum ist Australien beim ESC 2017 dabei?

Der Kandidat aus Australien hat es im Finale des ESC 2017 geschafft. Aber warum ist das Land überhaupt bei einem Wettbewerb dabei, bei dem Europa im Namen steckt? Diese Frage beantworten wir hier: ESC 2017: Warum ist Australien dabei?

Nach dem zweiten Halbfinale stehen alle Finalisten fest

Das Finale des Eurovision Song Contest (ESC) ist komplett - doch zum großen Gesprächsthema wurde Donnerstagabend in Kiew eine Liebeserklärung: Mazedoniens Starterin Jana Burceska erhielt von ihrem Freund vor Millionenpublikum live einen Heiratsantrag. Die schwangere Burceska sagte deutlich Ja - und musste sich am Ende dennoch über den verpassten Finaleinzug ärgern. Dafür hat sie in der ESC-Geschichte nun einen besonderen Platz, nach Einschätzung langjähriger Kenner war es der erste Heiratsantrag seit Bestehen des Wettbewerbs.

Von den 18 Teilnehmern des zweiten Halbfinals qualifizierten sich zehn für die Endrunde. Insgesamt 26 Länder treten in dem weltweit am meisten beachteten Musikwettbewerb Samstagabend gegeneinander an. Gastgeber Ukraine und die fünf großen ESC-Geldgeber - darunter Deutschland - waren im Vorfeld gesetzt. In den nun beendeten zwei Halbfinales qualifizierten sich jeweils zehn weitere Länder.

Darunter ist das in den Wettbüros hoch gehandelte Bulgarien ebenso wie Weißrussland, Kroatien, Ungarn, Israel, Rumänien, Norwegen sowie die deutschen Nachbarländer Österreich, Niederlande und Dänemark. Nach einer inzwischen mehrjährigen Pleitenserie ist dagegen das mit sieben Siegen erfolgreichste ESC-Teilnehmerland Irland erneut ausgeschieden. Und auch der deutsche Komponist Ralph Siegel scheiterte bei seiner 25. Teilnahme am Finaleinzug, wie schon in den Vorjahren war Siegel mit dem Zwergstaat San Marino angetreten.

Welche Länder stehen im Finale?

Aus dem ersten Halbfinale

  • Schweden: Robin Bengtsson - "I Can't Go On"
  • Australien: Isaiah - "Don't Come Easy"
  • Belgien: Blanche - "City Lights"
  • Aserbaidschan: Dihaj - "Skeletons"
  • Portugal: Salvador Sobral - "Amor pelos dois"
  • Griechenland: Demy - "This Is Love"
  • Polen: Kasia Moś - "Flashlight"
  • Moldau: SunStroke Project - "Hey, Mamma!"
  • Zypern: Hovig Demirjian - "Gravity"
  • Armenien: Artsvik - "Fly With Me"

Aus dem zweiten Halbfinale

  • Österreich: Nathan Trent - "Running On Air"
  • Rumänien: Ilinca feat. Alex Florea - "Yodel It!"
  • Niederlande: O'G3NE- "Lights And Shadows"
  • Ungarn: Joci Pápai - "Origo"
  • Dänemark: Anja Nissen - "Where I Am"
  • Kroatien: Jacques Houdek - "My Friend"
  • Norwegen: Jowst - "Grab The Moment"
  • Weißrussland: Naviband - "Story Of My Life"
  • Bulgarien: Kristian Kostov - "Beautiful Mess"
  • Israel: Imri Ziv - "I Feel Alive"

So stehen die Chancen für Deutschland beim ESC

Geht es nach den in den vergangenen Jahren so treffsicheren Wettbüros, so dürfte Italien am Samstag das Finale gewinnen. Francesco Gabbani liegt schon seit Tagen stabil vorne. Deutschlands Chancen scheinen immerhin besser zu sein als in den Vorjahren. Levina lag unmittelbar nach dem zweiten Halbfinale auf der Vergleichsseite www.oddschecker.com auf Platz 17. In einer Prognose des Internetkonzerns Google auf Grundlage der weltweiten Suchanfragen schafft es die 26-jährige Deutsche sogar auf den elften Platz.

Damit werden Levina weit mehr Chancen auf eine gute Platzierung zugerechnet als Jamie-Lee im vergangenen Jahr und Ann Sophie vor zwei Jahren. Die beiden deutschen Sängerinnen lagen vor dem Finale in allen Prognosen weit hinten und landeten tatsächlich am Ende jeweils auf dem letzten Platz.

Mit dem Sieg wird Levina den Prognosen zufolge aber nichts zu tun haben. Bei den hoch gehandelten Favoriten folgen dort hinter Italien auf den weiteren Plätzen Portugal, Bulgarien und Belgien. Gabbani werden auch in einer Prognose des Internetkonzerns Google große Siegchancen zugerechnet. Er liegt dort allerdings nur auf Rang zwei, in dieser Prognose ist Frankreich der Topfavorit. Bei Google steht Bulgarien ebenfalls auf dem dritten Platz, gefolgt von Australien und Portugal.

11. Mai: Heute geht es ins zweite Halbfinale

Das zweite Halbfinale beim Eurovision Song Contest heute um 21 Uhr steht an (Wo gibt es die Show zu sehen? Hier bekommen Sie alle Infos dazu.). Mit dabei sind diesmal folgende Teilnehmer:

StartpositionLandKandidat/Song
1.SerbienTijana Bogićević - "In Too Deep"
2.ÖsterreichNathan Trent - "Running On Air"
3.Mazedonien(FYR)Jana Burčeska - "Dance Alone"
4.MaltaClaudia Faniello - "Breathlessly"
5.RumänienIlinca feat. Alex Florea - "Yodel It!"
6.NiederlandeO'G3NE - "Lights And Shadows"
7.UngarnJoci Pápai - "Origo"
8.DänemarkAnja Nissen - "Where I Am"
9.IrlandBrendan Murray - "Dying To Try"
10.San MarinoValentina Monetta und Jimmie Wilson - "Spirit Of The Night"
11.KroatienJacques Houdek - "My Friend"
12.NorwegenJowst - "Grab The Moment"
13.SchweizTimebelle - "Apollo"
14.WeißrusslandNaviband - "Historyja majho žyccia"
15.BulgarienKristian Kostov - "Beautiful Mess"
16.LitauenFusedmarc - "Rain Of Revolution"
17.EstlandKoit Toome und Laura - "Verona"
18.IsraelImri Ziv - "I Feel Alive"

 

10. Mai: Australische Ballade überzeugt beim ersten Halbfinale des ESC

Australien hat 2017 bereits zum dritten Mal in Folge den Sprung ins Finale des Eurovision Song Contest (ESC) geschafft. In Kiew wurde der 17-jährige Aborigine Isaiah mit seiner Ballade "Don't Come Easy" weitergewählt. Hingegen erreichten Georgien und Island nicht genügend Stimmen des Publikums. Einen kuriosen Auftritt lieferte Montenegro. Der Sänger Slavko Kalezic überzeugte trotz Highheels und eines meterlangen, schwingenden Zopfes nicht. 

Die deutsche Sängerin Levina tritt mit ihrem Lied "Perfect Life" erst am Samstag an. Deutschland ist wie der Gastgeber Ukraine, Frankreich, Großbritannien, Spanien und Italien bereits für das Finale gesetzt. Der italienische Sänger Francesco Gabbani ("Occidentali's Karma") gilt bei den Buchmachern als absoluter Favorit des Wettbewerbs. Die ukrainische Vorjahressiegerin Jamala trat vor der Verkündung des Votings mit einer neuen Performance und mit ihrem Siegertitel "1944" auf. Das Lied handelt von der Deportation und Verbannung der Krimtataren unter Diktator Josef Stalin.

Diese Kandidaten sind weiter

  • Schweden: Robin Bengtsson - "I Can't Go On"
  • Australien: Isaiah - "Don't Come Easy"
  • Belgien: Blanche - "City Lights"
  • Aserbaidschan: Dihaj - "Skeletons"
  • Portugal: Salvador Sobral - "Amor pelos dois"
  • Griechenland: Demy - "This Is Love"
  • Polen: Kasia Moś - "Flashlight"
  • Moldau: SunStroke Project - "Hey, Mamma!"
  • Zypern: Hovig Demirjian - "Gravity"
  • Armenien: Artsvik - "Fly With Me"

Diese Kandidaten sind raus

  • Georgien: Tamara Gachechiladze - "Keep The Faith"
  • Albanien: Lindita Halimi - "World"
  • Montenegro: Slavko Kalezić - "Space"
  • Finnland: Norma John - "Blackbird"
  • Island: Svala - "Paper"
  • Tschechische Republik: Martina Bárta - "My Turn"
  • Slowenien: Omar Naber - "On My Way"
  • Lettland: Triana Park - "Line"

ESC 2017: Warum Russland den Grand Prix de la Chanson boykottiert

Bei dem Halbfinale am Dienstag hätte ursprünglich auch die russische Kandidatin Julia Samoilowa auftreten sollen. Die Ukraine verwehrte der Sängerin wegen eines Auftritts auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim die Einreise. Russland boykottierte daraufhin den Wettbewerb. Samoilowa trat am Dienstagabend anlässlich des Tages des Sieges, einem der wichtigsten Feiertage in der ehemaligen Sowjetunion, noch einmal auf der Krim auf. Tausende Zuschauer verfolgten den Live-Auftritt trotz starken Regens. 

Das zweite Halbfinale wird am Donnerstag (21 Uhr) ausgetragen. 18 weitere Länder kämpfen dabei um den Einzug ins Finale. Bei der Probe feilen unter anderem die Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz und auch einer der Favoriten der Buchmacher, Bulgarien, an ihrer Performance. Nur zehn weitere Teilnehmer können beim Finale am Samstag antreten.

Für die deutsche Sängerin Levina ("Perfect Life") geht der ESC-Marathon ebenfalls weiter. Am Donnerstag gibt der deutsche Botschafter Ernst Reichel in Kiew einen Empfang in der diplomatischen Vertretung, bei der auch die Ehefrau von Bürgermeister Vitali Klitschko singen wird. Auch die ukrainischen ESC-Teilnehmer O.Torvald werden ihr Lied "Time" präsentieren. Die 25-Jährige Levina muss sich dem Halbfinale nicht stellen, Deutschland ist bereits für das Finale  gesetzt.

9. Mai: Levina geht mit "positiver Nervosität" ins Finale

So fleißig wie Levina war schon lange kein deutscher Teilnehmer beim Eurovision Song Contest (ESC) mehr. Neun Teilnehmerländer des ESC bereiste die 26-Jährige in den vergangenen Wochen, um ihr Lied "Perfect Life" und sich selbst international bekannt zu machen. Am vergangenen Sonntag stand Levina das erste Mal zur Probe in Kiew auf der Bühne - "positive Nervosität" verspüre sie derzeit, sagte die Sängerin der ARD.

Nach den zwei letzten Plätzen der Vorjahre geht es vor allem darum, eine die deutschen ESC-Fans noch mehr frustrierende Negativserie zu verhindern. Die Vorzeichen hellten sich seit Beginn der Proben in Kiew immerhin auf: Rangierte Levina in der vergangenen Woche bei den Wettquoten noch weit abgeschlagen, kletterte sie mittlerweile bis auf Platz 17 nach oben.

8. Mai: Eurovision Song Contest startet mit erstem Halbfinale in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wird am Dienstag (21.00 Uhr) das erste Halbfinale im Eurovision Song Contest (ESC) ausgetragen. Von den 18 Teilnehmern können sich die ersten zehn für das Finale am Samstag qualifizieren. Deutschlands Bewerberin Levina ist mit ihrem Song "Perfect life" erst beim zweiten ESC-Halbfinale am Donnerstag dabei.

Deutschland, das in den beiden Vorjahren nur blamable letzte Plätze belegte, ist neben Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sowie dem Gastgeberland allerdings direkt für das Finale gesetzt.

7. Mai: Jetzt live: Die Eröffnungszeremonie in Kiew

265 Meter lang ist der Rote Teppich der Eröffnungszeremonie des diesjährigen ESC. Die 42 Acts haben ihre Proben am Sonntag bereits hinter sich. Ab 16 Uhr läuft die Eröffnungszeremonie in Kiew. Verfolgen können Sie sie auf der offiziellen Seite des Eurovision Song Contests.

3. Mai: "Isaiahs Traum" - Australien schickt Aborigine zum ESC

Isaiah Firebrace ist einer der ungewöhnlichsten Kandidaten, die es beim Eurovision Song Contest (ESC) je gab. Denn mit Europa hat der junge Mann eigentlich überhaupt nichts zu tun.

Isaiah, wie er sich inzwischen nur noch nennt, ist in Moama aufgewachsen, einer 5500-Seelen-Gemeinde im Süden von Australien, auf der anderen Seite der Erdkugel, 15.000 Kilometer weit weg. Er kommt aus einer Familie von Aborigines, den australischen Ureinwohnern. Seine Leute, die Yorta Yorta, behaupten stolz, dort schon seit 40.000 Jahren zu Hause sein. In Europa war er noch nie.

Für die Anreise nach Kiew, wo am 13. Mai das Finale ausgetragen wird, wird der Teenie einen ganzen Tag lang in der Luft sein. Unter 24 Stunden, mit mindestens zwei Zwischenstopps, ist der Flug nicht zu machen. Jetzt schon klagt er: "Ich habe keine Ahnung, wie ich es so lange auf dem Sitz aushalten soll." 

Dass Isaiah überhaupt dabei sein darf, liegt an der besonderen Verbindung, die Australien zum ESC hat. Für Down Under ist die alljährliche Show Kult. Seit 1974 wird der Wettbewerb dort im Fernsehen übertragen - auch wenn sich der ESC wegen der Zeitverschiebung nicht zur Samstagabendparty eignet, sondern eher zum Frühstück am Sonntag mit Freunden.

Auf Einladung der Europäischen Rundfunkunion ist Australien seit 2015 sogar mit eigenen Teilnehmern dabei. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Platz fünf und Platz zwei. Im vergangenen Jahr konnte sich Dami Im mit "Sound of Silence" sogar lange Zeit Hoffnungen auf den Gesamtsieg machen. Und wenn das mit den Platzierungen so weitergeht, müsste Isaiah eigentlich gewinnen.

Der Song, mit dem Isaiah in den Wettbewerb geht, ist die Ballade "Don't come easy". Die Botschaft dahinter: Man sollte für seine Träume kämpfen, auch wenn das nicht immer einfach ist. Hat man in 60 Jahren Schlagerwettbewerbs noch nie von einem Aborigine, aber sonst doch schon mal gehört.

2. Mai: Kiew macht sich schick für den ESC

Zum zweiten Mal nach 2005 putzt sich die ukrainische Hauptstadt Kiew für den Eurovision Song Contest heraus. Umgerechnet 30 Millionen Euro soll dieses Spektakel das finanziell angeschlagene Land insgesamt kosten. Aus dem Stadtsäckel steuert Bürgermeister Vitali Klitschko knapp 5,8 Millionen Euro bei, 16 Millionen kommen vom Staat. Der Rest soll von Sponsoren und über die Kartenverkäufe beglichen werden.

Die Stadt will besonders das Zentrum um den Maidan genannten Platz der Unabhängigkeit verschönern, der Teil der Fanzone sein soll. Die während der gewaltsamen Proteste im Winter 2013/2014 in Mitleidenschaft gezogenen und wieder hergerichteten Springbrunnenanlagen sollen mit Wasserfontänen, Lichteffekten und Musik begeistern. Der Bogen der Völkerfreundschaft am Flussufer soll in den Farben des Regenbogens präsentiert werden. Nationalisten versuchten, die Vorbereitungen jedoch zu verhindern, steht die bunte Fahne doch für die Freiheit von Schwulen und Lesben.

Ein bisschen Frieden? Der ESC in politischen Wirren

Der Eurovision Song Contest 2017 von Kiew hat das unverfängliche Motto "Vielfalt feiern". Doch der Ukraine-Krieg vor der Tür wirft Schatten auf die große Party. Lesen Sie hier mehr zum ESC in politischen Wirren.

30. April: Die deutsche ESC-Jury steht fest: Von Nicole bis Wincent Weiss

Wer beim Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew das Rennen macht, ist noch offen, aber die deutsche Jury steht fest: Mit dabei ist Nicole, die 1982 mit ihrem Lied "Ein bisschen Frieden" für Deutschland den Grand Prix gewonnen hat, außerdem Joy Denalane, die Soul in deutscher Sprache singt und es mit ihrem jüngsten Album "Gleisdreieck" erneut in die Top 10 geschafft hat. Wie der NDR am Samstag mitteilte, kommen der mehrfach mit dem Echo als erfolgreichster Produzent des Jahres ausgezeichnete Andreas Herbig, der Sänger/Songwriter Adel Tawil und der frühere "Deutschland sucht den Superstar"-Kandidat Wincent Weiss hinzu.

Die fünf Juroren vergeben in diesem Jahr die Hälfte der deutschen Punkte und stimmen im ESC-Finale am 13. Mai sowie vorher im zweiten Halbfinale am 11. Mai ab. Beim zweiten Halbfinale entscheidet sich, welche 10 Acts von den dort 18 antretenden schließlich ins Finale kommen. Das Jury- und das Publikums-Voting haben in den Shows gleich viel Gewicht. Im Finale treten 26 Länder an. Deutschland ist als einer der großen Zahler mit ESC-Hoffnung Levina und ihrem Song "Perfect Life" bereits gesetzt und muss in keinem Halbfinale ran.

Die Jurymitglieder geben ihr Votum nach Angaben des NDR bereits vor dem TV-Publikum ab. Sie bewerten nicht die Auftritte während der jeweiligen ESC-Live-Sendungen, sondern die zweite Generalprobe der Shows am Abend davor, bei einer nicht öffentlichen Übertragung beim NDR in Hamburg.

Die Abstimmungsergebnisse des Televotings und der Jurys werden nicht mehr zusammengerechnet, sondern gesondert gezählt. Die Moderatoren geben im Finale bei der traditionellen Schalte in die jeweiligen Länder bekannt, wer von der nationalen Jury 12 Punkte bekommt. Eine Punktetafel zeigt unmittelbar davor an, wem die Jury 10, 8 und 1 bis 7 Punkte gibt. Die Ergebnisse der Televotings aus allen Ländern werden zusammen ausgewertet und während der Show nach der Bekanntgabe aller Juryergebnisse veröffentlicht.

28. April: Levina: Letzter Platz kommt nicht in die Tüte

Für Deutschlands diesjährige ESC-Hoffnung Levina (25, "Perfect Life") kommt der letzte Platz in dem Songwettbewerb nicht in Betracht. "Ich gehe gar nicht davon aus, dass ich Letzte werde", sagte die in Bonn geborene Musikerin in einem Interview der "Berliner Zeitung" (Freitagsausgabe). "Mein Ziel ist auf jeden Fall das obere Drittel." Ihre beiden Vorgängerinnen Ann Sophie und Jamie-Lee waren in den beiden Vorjahren ganz unten im Ranking gelandet.

Aber ganz gleich, wie das Experiment Eurovision Song Contest ausgehen wird: Levina plant auf jeden Fall eine Karriere als Sängerin. "Wenn ein paar der Leute aus der Branche, die ich kennengelernt habe, mich weiterhin gut finden, dann kann aus mir vielleicht ja trotzdem was werden, auch wenn es nicht so gut laufen sollte", sagte sie.

Der "Berliner Morgenpost" verriet die Künstlerin mit dem vollen Namen Isabella Levina Lueen, was sie zur Entscheidung in der Ulkraine im Gepäck haben wird: "Mein iPad, wenn ich manchmal etwas Ablenkung brauche, in den wenigen Pausen, die es gibt. Ein Buch, auch wenn ich vermutlich nicht zum Lesen kommen werde." Und sie fuhr fort: "Die Tage sind vermutlich so lang, dass ich danach direkt ins Bett falle. Ich werde auch eine Ingwerknolle mitnehmen, für alle Fälle. Und Struweline, den Teddy aus meiner Kindheit."

25. April: ESC-Hoffnung Levina mit Debüt Unexpected

Die deutsche Hoffnung für den Eurovision Song Contest (ESC) ist sie schon, am Freitag erscheint das erste Album der Sängerin Levina (25). Dabei hat ihr Debüt "Unexpected" viel mit ihr persönlich zu tun. "Der Titel steht für meine Situation, meinen unerwarteten Sieg beim Vorentscheid und alles, was damit seinen Anfang genommen hat", sagt die 25-Jährige laut Pressemitteilung.

20. April: Ukrainischer Kandidat pöbelt gegen Nicht-Ukrainer

Der ukrainische Sänger Oleh Skrypka pöbelte offenbar im Rahmen eines Interviews gegen alle Nicht-Ukrainer. Medienberichten zufolge habe er gegenüber einer ukrainischen Zeitung gesagt, Leute, die des Ukrainischen nicht mächtig seien, hätten einen niedrigen IQ und seien sozial gefährlich - man müsse für sie ein Ghetto bauen. Gleichzeitig rief er seine Landsleute dazu auf, während des ESC nur Ukrainisch zu sprechen. Die Ukraine ist in diesem Jahr Gastgeber des ESC.

Eine Reaktion aus Russland ließ daraufhin nicht lange auf sich warten: Maria Sacharowa, Sprecherin des russischen Außenministeriums, schlug vor, "Ghetto für Geistesbehinderte" als Willkommenszeichen auf Banner im ukrainischen Flughafen aufzuhängen, wie Sputnik News berichtet.

18. April: ESC-Songcheck 2017: Das sind die Songs der einzelnen Länder

42 Länder nehmen im Mai am Eurovision Song Contest teil. Drei Wochen vorher werden die Songs der einzelnen Teilnehmer unter die Lupe genommen.

Heute gibt es von 20.15 bis 21.45 Uhr den ersten ESC-Songcheck, drei weitere Sendungen folgen in den kommenden Tagen (20., 25., 27. April). Die Songchecks werden auf eurovision.de live im Social-TV gezeigt (hier entlang). Außerdem wiederholt der ARD-Sender ONE die Sendungen im Mai (mehr Infos).

In den Songchecks bewerten ESC-Experten und Gäste die 42 Gesangsbeiträge in Sachen Sieg-Tauglichkeit. Moderatorin Alina Stiegler führt durch die Show. Experten, Gäste sowie Internet-Nutzer vergeben für alle Länder Punkte. Nach den vier Sendungen gibt es dann einen Favoriten.

Übrigens: Deutschland bleibt bei den Wertungen außen vor. Über Teilnehmerin Levina und ihren Song "Perfect Life" soll aber dennoch in jeder Sendung diskutiert werden.

Und das sind die Songs, die heute unter die Lupe genommen werden:

ESC-Songcheck: Teil 1

Gäste: Mieze Katz und Peter Urban

LandKandidat/Song
SchwedenRobin Bengtsson - "I Can't Go On"
GeorgienTamara Gachechiladze - "Keep The Faith"
AustralienIsaiah - "Don't Come Easy"
AlbanienLindita Halimi - "World"
BelgienBlanche - "City Lights"
MontenegroSlavko Kalezić - "Space"
FinnlandNorma John - "Blackbird"
AserbaidschanDihaj - "Skeletons"
PortugalSalvador Sobral - "Amor pelos dois"
Großbritannien (UK)Lucie Jones - "Never Give Up On You"
SpanienManel Navarro - "Do It For Your Lover"
DeutschlandLevina - "Perfect Life"

 

14. April: Russische Kandidatin Samoilowa soll nun 2018 beim ESC antreten

Russland gibt seiner für die Ukraine gesperrten Sängerin Julia Samoilowa eine Auftrittsgarantie für den Eurovision Song Contest (ESC) 2018. Dies sei mit dem internationalen Veranstalter, der European Broadcasting Union (EBU), so vereinbart, sagte der Chef des TV-Senders Perwy Kanal, Konstantin Ernst, am Freitag in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Russischer Sender boykottiert Übertragung des ESC

Wegen des von der Ukraine verhängten Einreiseverbots für die russische Kandidatin des Eurovision Song Contest (ESC) hat ein russischer Staatssender die Übertragung der Veranstaltung abgesagt. Der Sender Perwij (Channel One) halte eine Übertragung in der jetzigen Situation nicht für möglich, sagte eine Moderatorin am Donnerstag während der Nachrichtensendung. Die Vorwürfe der ukrainischen Behörden seien haltlos, das Land versuche den Wettbewerb zu politisieren.

Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte ein dreijähriges Einreiseverbot gegen die Sängerin Julia Samoilowa verhängt, weil sie im Jahr 2015 ein Konzert auf der damals bereits von Russland annektierten Krim-Halbinsel gegeben hatte.

11. April: 43 ESC-Songs werden im Livestream unter die Lupe genommen

Top oder Flop beim ESC 2017? Dieser Frage widmet sich eine Songcheck-Reihe, die als Livestream unter eurovision.de gezeigt wird. In der vierteiligen Reihe nehmen verschiedene Gäste alle 43 Songs auseinander und prüfen sie auf ihre Sieges-Tauglichkeit. Moderiert werden die  Sendungen von Alina Stiegler. In diesem Jahr startet die Sendereihe am 18. April um 20.15 Uhr.

4. April: Keine Einigung im ESC-Streit zwischen Russland und der Ukraine in Sicht

Im erbitterten Streit zwischen der Ukraine und Russland um den Eurovision Song Contest (ESC) ist weiter keine Einigung in Sicht. Die Regierung in Kiew lässt sich offensichtlich nicht einmal von den mächtigen ESC-Veranstaltern - der Europäischen Rundfunkunion EBU in Genf - hereinreden. Präsident Petro Poroschenko verteidigte am Dienstag das Einreiseverbot gegen die russische Kandidatin Julia Samoilowa trotz Drohungen der EBU. Samoilowa darf nicht nach Kiew kommen, weil sie von Russland zu Auftritten auf die Krim gereist war.

"Der Besuch der Krim wird von der Ukraine nur über die Verwaltungsgrenze im Gebiet Cherson gestattet", sagte Poroschenko der Agentur Interfax zufolge in Riga. Die Anforderungen seien für alle gleich. Samoilowa war vom russischen Fernsehen als Teilnehmerin für den ESC im Mai nominiert worden. Seit sich Russland 2014 die Halbinsel einverleibt hat, hat die Regierung in Kiew Reisen auf die Krim über russisches Gebiet verboten und bestraft diese mit mehrjährigen Einreisesperren. Die 27-Jährige war im Juni 2015 auf der Krim aufgetreten. Der ukrainische Geheimdienst SBU hat der im Rollstuhl sitzenden Russin für drei Jahre die Einreise verboten. 

Vergangene Woche war ein Brief der EBU-Chefin Ingrid Deltenre an den ukrainischen Ministerpräsidenten Wladimir Groisman bekanntgeworden. Da hieß es, dass der Ukraine Sanktionen drohen, sollte sie Samoilowa nicht teilnehmen lassen. Ein Kompromiss, sie live zuzuschalten, war vorher sowohl von Russland als auch von der Ukraine abgelehnt worden

3. April: Deutsche ESC-Kandidatin Levina geht auf Tournee, Italien liegt laut Wettbüros vorne

Die deutsche Starterin beim Eurovision Song Contest (ESC), Levina, befindet sich sechs Wochen vor dem ESC-Finale im ukrainischen Kiew auf einer Tour durch zehn Länder. Levina werde bis zum Abschluss der Reise am 24. April in Ungarn unter anderem Großbritannien, Israel, Armenien, Mazedonien und Albanien besuchen, teilte der Norddeutsche Rundfunk am Montag in Hamburg mit.

In London, Tel Aviv und Amsterdam werde sie wie viele andere ESC-Teilnehmer bei großen Fanveranstaltungen auftreten, in anderen Ländern bei Fernseh- und Radiostationen zu Gast sein, Fans treffen und deutsche Schulen besuchen. Die Tour begann demnach bereits in der vergangenen Woche in Georgien.Für die 25-Jährige scheint eine wachsende Popularität in anderen ESC-Teilnehmerländern dringend nötig. Nachdem Deutschland in den vergangenen beiden Jahren jeweils im ESC-Finale auf dem letzten Platz landete, sind die Vorzeichen auch in diesem Jahr wieder negativ.

Levina liegt in den Wettbüros weit abgeschlagen zurück. Auf der Seite www.eurovisionworld.com, die Wettquoten verschiedener Anbieter vergleicht, liegt Levina auf Platz 34 von 43 Teilnehmerländern. Es führt Italien vor Bulgarien und Schweden.

2. April: Ukraine bleibt hart - Einreisebann für russische Kandidatin soll bestehen bleiben

Im Streit um die Teilnahme der russischen Kandidatin Julia Samoilowa am European Song Contest bleibt die gastgebende Ukraine hart: Der ukrainische Vizeministerpräsident Kirilenko verwahrte sich gestern scharf gegen die Aufforderung des Wettbewerbsausrichters, der European Broadcasting Union (EBU), den Einreisebann für die russische Kandidatin aufzuheben. Am Vortag war in der Ukraine ein Brief bekannt geworden, in dem EBU-Generaldirektorin Deltenre vom ukrainischen Ministerpräsidenten Groisman die Erlaubnis zur Einreise der russischen Kandidatin verlangte. Der ukrainische Geheimdienst SBU hatte der russischen Sängerin Samoilowa ein dreijähriges Einreiseverbot erteilt. Grund ist ein Auftritt 2015 bei einem Gala-Konzert auf der Krim

23. März: Streit um russische ESC-Sängerin - Kompromissvorschlag auf dem Tisch

Wegen des Einreiseverbots der Ukraine darf die Russin Julia Samoilowa (27) ausnahmsweise von ihrem Heimatland aus beim Eurovision Song Contest (ESC) mitsingen. Diesen Kompromiss für den ESC 2017 in Kiew hat die Veranstalterin des beliebten Gesangswettbewerbes, die Europäische Rundfunkunion EBU in Genf, am Donnerstag vorgeschlagen. Ob Russland darauf eingeht, war zunächst unklar. Die Ukraine hatte Samoilowa am Mittwoch wegen eines früheren Auftritts auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim die Einreise untersagt. 

Der EBU zufolge kann die 27-Jährige beim Halbfinale und Finale im Mai ausnahmsweise live zugeschaltet werden. Für gewöhnlich muss jeder Teilnehmer an Ort und Stelle sein Lied vortragen. 

"So etwas wurde nie zuvor getan in der 60-jährigen Geschichte (des ESC)", hieß es bei der EBU in Genf über den Vorschlag an den russischen Staatssender Perwy Kanal. Im Sinne des diesjährigen Mottos "Celebrate Diversity" ("Die Vielfalt feiern") solle diese Entscheidung allen 43 Sängern die Teilnahme ermöglichen. EBU-Funktionär Jon Ola Sand sagte, die Union setze sich dafür ein, dass alle Teilnehmer in Kiew dabei sein können.

22. März: Geheimdienst: Russische Sängerin darf nicht zum ESC in der Ukraine reisen

Der Eurovision Song Contest (ESC) hat einen politischen Skandal: Wegen ihres Auftritts auf der Krim hat die Ukraine der russischen Kandidatin Julia Samoilowa die Einreise verboten. Der ukrainische Geheimdienst SBU habe Samailowa ein dreijähriges Einreiseverbot erteilt, sagte Behördensprecherin Olena Gitlijanska der Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch. Die 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim ist einer der Hauptstreitpunkte zwischen Kiew und Moskau.

Russland kritisierte das Einreiseverbot für seine Kandidatin als "ungeheuerlich". Es handele sich um einen "weiteren ungeheuerlichen, zynischen und unmenschlichen Akt", zitierte die Nachrichtenagentur Interfax Vize-Außenminister Grigori Karasin. Hier mehr dazu.

28. Februar: Das sind die ESC-Moderatoren

Oleksandr Skichko, Volodymyr Ostapchuk und Timur Miroshnychenko moderieren den 62. Eurovision Song Contest im Mai. Zum ersten Mal gibt es damit drei männliche Moderatoren.

Skichko ist in der Ukraine aus großen TV-Shows bekannt. Er schaffte es einst selbst ins Halbfinale der Gesangsshow "Ukraine's Got Talent".

Ostapchuk vertont neben seiner Moderatoren-Tätigkeit auch Hollywood-Filme.

Miroshnychenko ist Eurovisions-Routinier. Er moderierte schon mehrere nationale Vorentscheide.

14. Februar: Ticketverkauf für den ESC 2017 gestartet

Der Ticketverkauf für den ESC 2017 in Kiew startete am Dienstagabend um 19.15 Uhr. Insgesamt werden neun Shows angeboten: sechs Proben der Musiker mit Kostüm, zwei Halbfinale und das Finale. Die Kosten schwanken stark zwischen acht und 500 Euro.

Die Tickets für den Eurovision Song Contest werden hier auf der ukrainischen Seite concert.ua verkauft, die es auch auf Englisch gibt.

13. Februar: Eurovision in Kiew: Teile des Vorbereitungsteams steigen aus

Rückschlag bei den Vorbereitungen zum Eurovision Song Contest (ESC) in Kiew: 21 ukrainische Organisatoren haben aus Protest gegen ihren Chef Pawel Grizak gekündigt. Der neue Vize-Fernsehchef habe in zwei Monaten im Amt Entscheidungen verschleppt und Ausschreibungen verhindert und damit die Arbeit blockiert, kritisierten sie. Das Schreiben wurde am Montag auf Facebook veröffentlicht. Zu den Unterzeichnern zählen auch Grizaks Kollegen als stellvertretende Leiter des staatlichen Fernsehens, Alexander Charebin und Wiktoria Romanowa.

11. Februar: Eine der niedrigsten Quoten bei deutschem Vorentscheid

Nur 3,14 Millionen Menschen schalteten Donnerstagabend die deutsche Vorentscheidsshow in der ARD ein. Dies waren rund 1,3 Millionen Menschen weniger als beim Sieg von Jamie-Lee Kriewitz vor einem Jahr und eine der niedrigsten Quoten bei einem deutschen Vorentscheid überhaupt. Signifikant niedriger lag die Quote nur 2012, als den Sieg von Roman Lob lediglich 2,19 Millionen Menschen sehen wollten.

Gewinnerin Levina zählte zu insgesamt fünf Startern, die die ARD in einem nicht öffentlichen Casting für den Vorentscheid ausgewählt hatte. Dass auch die Fernsehzuschauer die Sängerin favorisierten, zeigte sich bald in der Telefonabstimmung: Bereits nach drei von vier Runden stand Levina als Siegerin fest, am Ende dieser Runde schied auch Axel Feige aus. Das Siegerlied stammt von dem Produzententrio Lindy Robbins, Dave Bassett und Lindsey Ray aus den USA. Zur Entscheidungsfindung gaben die Zuschauer per Telefon, SMS und App laut NDR insgesamt 797.547 Stimmen ab.

9. Februar: Isabella "Levina" Lueen singt für Deutschland beim ESC 2017

Deutschland will Isabella "Levina" Lueen zum Eurovision Song Contest 2017 nach Kiew schicken. Die 25-Jährige mit Wohnsitzen in London und Berlin schaffte es am Donnerstagabend beim Vorentscheid in Köln als einzige Kandidatin in die letzte Runde - und stand damit bereits als Sieger fest.

 

Zum Ende der rund dreistündigen ARD-Show "Unser Song 2017" entschied sich nach dem Votum des TV-Publikums, dass Levina beim ESC-Finale am 13. Mai in der Ukraine mit dem Titel "Perfect Life" auftreten wird. Ursprünglich waren fünf Nachwuchs-Musiker ins Rennen um das deutsche ESC-Ticket gegangen. Der zuständige Norddeutsche Rundfunk (NDR) hatte sie in einem Casting gefunden.

Hier können Sie das Finale noch einmal nachlesen:

Finale

Noch einmal singt Levina beide Lieder. Das Publikum trifft die letzte Entscheidung des Abends - mit welchem Song sie Deutschland in Kiew vertreten wird. Die Wahl fällt schließlich auf "Perfect Life" (hier geht's zum Song-Video).

Runde 3

Die verbliebenen Kandidaten Axel und Levina singen nun den zweiten Song "Perfect Life".  Axel übernimmt den Anfang - diesmal singt er wieder im Stehen. Das kommt bei der Jury gut an. Lena findet außerdem, dass der Song wesentlich besser zu Axel passt als das erste Lied. Auch Florian findet das - auch wenn ihm "Wildfire" eigentlich besser gefällt. Nun ist Levina an der Reihe, und wieder überzeugt sie auf der Bühne. Barbara Schöneberger fragt sie, welcher Song ihr persönlich besser gefällt. Levina kann beiden Liedern etwas abgewinnen. Florian Silbereisen entgegnet darauf, dass Levina auch beide Songs problemlos singen kann. Auch dem Rest der Jury, Lena und Tim, hat der Auftritt von Levina wieder sehr gut gefallen.

Wie es jetzt weitergeht, ist völlig offen. Je nachdem, wie die Abstimmung in der dritten Runde läuft, tritt eine von drei Möglichkeiten ein:

  • ein Kandidat singt zwei Songs oder
  • zwei Kandidaten singen zwei verschiedene Songs oder
  • zwei Kandidaten singen denselben Song.

Moderatorin Barbara Schöneberger wagt sich ins Publikum, um die Zuschauer nach ihrem persönlichen Favoriten zu befragen. Die Antworten zeigen eine klare Tendenz - Levina wird als Spitzenkandidatin genannt.

Wieder haben die Zuschauer entschieden. Ihre Wahl fällt auf Levina. Damit wird im Finale noch entschieden, welches Lied sie in Kiew singen wird. Entweder "Wildfire" oder "Perfect Life".

Runde 2

Jetzt geht es um den Song. An diesem Abend wählen die Zuschauer einen von zwei Songs: "Wildfire" oder "Perfect Life". In Runde zwei singen die Kandidaten "Wildfire". Den Anfang macht wieder Helene. Und wieder ist die Jury zufrieden mit ihr. Lena findet, es sei allein schön, Helene beim Auftritt zu sehen. Nun versucht sich Axel an "Wildfire". Seine Performance unterscheidet sich sehr von Helenes. Denn anders als sie hüpft er nicht lächelnd über die Bühne, sondern singt das Lied sitzend. Die Jury rät ihm, mehr Power zu geben - aber räumt ihm gleichzeitig gute Chancen ein, ins Finale zu kommen. Noch einmal hören wir "Wildfire", diesmal von Levina. Ihre Version ist wohl die gefühlvollste von allen dreien. Bei der Jury kommt das gut an - Lena findet eindeutig, dass Levina die beste in dieser Runde war. Dem widersprechen auch Florian und Tim nicht.

Wieder entscheiden die Zuschauer. In den Prognosen ist Helene weit abgeschlagen. Während die Jury auf die Wahl der Zuschauer wartet, betritt Tim Bendzko die Bühne und singt sein Lied "Leichtsinn".

Das Fernsehpublikum hat sich entschieden. Die dritte Runde bestreiten Levina und Axel. Helene hat es nicht weiter geschafft.

Runde 1

Als erste startet Helene Nissen mit dem Lied "Folsom Prison Blues" von Johnny Cash. Die Jury zeigt sich begeistert. Nummer zwei ist Yosefin Buohler. Als Song hat sie sich "Love On Top" von Beyoncé ausgesucht. Diesmal ist die Jury nicht so zufrieden - Tim Bendzko findet, dass sie sich für ihre Stimme das falsche Lied ausgesucht hat. Florian Silbereisen bescheinigt ihr hingegen ein "sehr, sehr gut".

Nummer drei betritt die Bühne: Felicia Lu Kürbiß aus Freilassing singt "Dancing On My Own" von Calum Scott. Die Bewertung der Jury ist größtenteils positiv - Lena, Tim und Florian finden, dass sie zwar nervös, aber trotzdem gut war. Weiter macht der einzige männliche Sänger des Abends. Der 28-jährige Axel Maximilian Feige hat sich "You Know My Name" von Chris Cornell als Song ausgesucht - das Lied aus dem James-Bond-Film Casino Royale. Die Jury sieht bei Axel Potenzial - aber noch Luft nach oben. Tim Bendzko rät ihm, noch mehr aus sich hinaus zu gehen. Den Abschluss in der ersten Runde macht Isabella "Levina" Lueen. Ihr Cover-Song ist "When We Were Young" von Adele. Das Publikum jubelt ihr zu und auch die Jury findet nur gute Worte. Florian Silbereisen bescheinigt ihr "internationales Niveau".  Tim Bendzko und Lena finden, sie war in der ersten Runde die beste der fünf Kandidaten.

Nun steht die Entscheidung an. Denn von den fünf Teilnehmern kommen nur drei in die zweite Runde. Die Wahl treffen die Zuschauer - sie können über Telefon, Handy oder App abstimmen. Die Wartezeit überbrückt Matthias Schweighöfer mit seinem selbstgeschriebenen Lied "Lachen Weinen Tanzen".

Die Entscheidung für die erste Runde fällt. Weiter kommen: Axel, Levina und Helene. Felicia und Yosefin sind damit raus.

9. Februar: ESC-Kommentator Peter Urban geht optimistisch in Vorentscheid

ESC-Kommentator Peter Urban (68) blickt optimistisch auf den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC). Der gravierende Unterschied sei, dass nun wieder speziell für den ESC Songs geschrieben worden seien, sagte er. "In den letzten Jahren waren wir ja abhängig von Plattenfirmen, die die Künstler vorschlugen und der Song wurde gleich mitgeliefert." Und das sei dann nicht unbedingt der richtige Song für den ESC gewesen.

Deutschland hatte bei dem Gesangswettbewerb zuletzt Pleiten erlebt. Jamie-Lee Kriewitz landete im vergangenen Jahr auf dem letzten Platz. In diesem Jahr wird der deutsche Teilnehmer für das Finale in Kiew (13. Mai) nach einem Casting-Modus ermittelt. Das Publikum bestimmt am Donnerstagabend (20.15 Uhr, ARD) nicht nur den Gewinner des Vorentscheids, sondern auch den Song, den er in der Ukraine singen wird. Zur Auswahl stehen "Perfect Life" und "Wildfire".

8. Februar: ESC-Vorentscheid gibt es live im TV und Stream

Der deutsche Vorentscheid lässt sich am Donnerstag im TV in der ARD und auf dem Sender One sehen. Außerdem gibt es auf der Seite www.eurovision.de einen Live-Stream. In beiden Fällen lässt sich eine Tonspur mit Bildbeschreibungen für Menschen mit Sehbehinderung dazuschalten. Mehr Informationen erhalten Sie hier: ESC-Vorentscheid 2017 live im Stream und TV.

6. Februar: Abstimmen über Telefon, SMS und App

Am Donnerstag entscheiden die Zuschauer, welcher Teilnehmer mit welchem Lied für Deutschland zum Eurovision Song Contest 2017 reist. Das ist nicht nur über Telefon und SMS möglich sondern auch über die App "Eurovision Song Contest - Unser Song 2017". Sie lässt sich für Android, Apple und Windows-Geräte herunterladen. Alle Infos zum Vorentscheid und dem Ablauf lesen Sie hier: Alle Infos zum ESC-Vorentscheid: Teilnehmer, Jury und Abstimmung.

3. Februar: Die Teilnehmer vorgestellt

Beim Vorentscheid treten fünf junge Musiker an. Wer sind die Teilnehmer. Hier stellen wir sie genauer vor: ESC-Vorentscheid 2017: Teilnehmer in der Übersicht.

1. Februar: Wie läuft der ESC-Vorentscheid ab?

Am 9. Februar treten Axel Maximilian Feige (28), Felicia Lu Kürbiß (21), Helene Nissen (20), Isabella "Levina" Lueen (25) und Yosefin Buohler (21) beim deutschen ESC-Vorentscheid "Unser Song 2017" an. Die Jury aus Lena, Tim Bendzko und Florian Silbereisen kommentiert die Auftritte - am Ende entscheiden aber allein die Zuschauer. Die Auswahl läuft dabei laut NDR in vier Runden ab:

1. Runde: In der ersten Runde singen die fünf Kandidaten einen Cover-Song. Das Publikum bestimmt, welche drei Musiker weiterkommen.

2. Runde: Die Kandidaten tragen den ersten von zwei möglichen ESC-Songs mit dem Namen "Perfect Life" vor. Zwei kommen in die dritte Runde.

3. Runde: Nun singen die beiden übrigen Musiker den zweiten möglichen ESC-Song "Wildfire". Das Publikum bestimmt, welches Lied in welcher Interpretation am besten ankommt.

Finale: Im Finale gibt es je nach vorheriger Abstimmung mehrere Möglichkeiten:

  • -ein Kandidat singt zwei Songs oder
  • -zwei Kandidaten singen zwei verschiedene Songs oder
  • -zwei Kandidaten singen denselben Song.

Am Ende stehen dann der deutsche ESC-Teilnehmer und das Lied fest.

31. Januar: Kiews Bürgermeister Klitschko erhält Schlüssel für Eurovision 2017

Der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Witali Klitschko, hat symbolisch den Schlüssel für die Austragung des Eurovision Song Contest (ESC) 2017 erhalten. "Musik vereint die Menschen - Städte, Länder, Kontinente. Und das ist heute besonders wichtig für die Ukraine", sagte der Ex-Boxweltmeister am Dienstag in Kiew. Die Ukrainerin Jamala hatte im vergangenen Jahr in Schweden mit dem Lied "1944" gewonnen.

Klitschko versicherte, dass sich Kiew auf höchstem Niveau vorbereiten werde. Die Dreimillionenstadt erwartet bis zu 20.000 Besucher, die für das Halbfinale und Finale im Mai nach Kiew kommen.

30. Januar: European Song Contest unter dem Motto "Vielfalt feiern"

"Celebrate Diversity" (Vielfalt feiern) wird das Motto des diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) im ukrainischen Kiew. Das berichtete die deutsche ESC-Webseite eurovision.de am Montag. "Celebrate Diversity" werde sich als Überschrift durch alle Bereiche des Ereignisses ziehen, wurde der federführende ukrainische Fernsehsender NTU zitiert. Die europäischen Musiker feierten bei dem Wettbewerb sowohl ihre Gemeinsamkeiten als auch ihre Eigenheiten.

"Der Slogan wird ergänzt durch ein Logo, das auf der traditionellen ukrainischen Perlenkette namens Namysto basiert", hieß es weiter. "Sie besteht aus vielen verschiedenen Perlen, jede mit eigenem Design als Ausdruck für Vielfalt und Individualität. In der Ukraine ist Namysto aber mehr als nur ein Schmuckstück: Es gilt als Schutzamulett und Symbol für Schönheit und Gesundheit." Das diesjährige ESC-Finale wird am 13. Mai in Kiew gefeiert, nachdem im vergangenen Jahr die Ukrainerin Jamala in Stockholm mit dem Lied "1944" gewonnen hatte.

17. Januar: Wilhelm "Sadi" Richter zieht Kandidatur für ESC-Vorentscheid zurück

Gut drei Wochen vor dem deutschen Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) hat der Sänger Wilhelm "Sadi" Richter seine Kandidatur zurückgezogen. Der 19-jährige Dortmunder begründete dies am Dienstag nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks (NDR) mit Medienberichten über juristische Probleme. Stattdessen wird nun die 21-jährige Kölnerin Yosefin Buohler als Kandidatin antreten.

6. Januar 2017: ESC 2017: Vorentscheid mit fünf Newcomern

Der NDR hat bekanntgegeben, welche Kandidaten es in den deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest (ESC) geschafft haben: Axel Maximilian Feige (28) aus Hamburg, Felicia Lu Kürbiß (21) aus Freilassing (Bayern), Helene Nissen (20) aus Hollingstedt (Schleswig-Holstein), Isabella "Levina" Lueen (25) aus Berlin und Wilhelm "Sadi" Richter (19) aus Dortmund. Sie werden am 9. Februar in einer live in der ARD ausgestrahlten Show gegeneinander antreten. Der Künstler mit den meisten Zuschauerstimmen wird Deutschland dann am 13. Mai beim ESC in Kiew vertreten.

Um am deutschen Vorentscheid teilzunehmen, konnten sich nach Angaben des federführenden NDR Nachwuchsmusiker per Video und bei zwei Castings bewerben. Die Auswahl habe dann eine Jury getroffen. Im vergangenen Jahr hatte Jamie-Lee Kriewitz Deutschland bei dem Gesangswettbewerb vertreten und landete mit ihrem Song "Ghost" nur auf dem letzten Platz.

31. Oktober: 43 Länder beim ESC

Am Eurovision Song Contest 2017 in der Ukraine nehmen 43 Länder teil. Nach einer einjährigen Pause seien im kommenden Jahr auch Portugal und Rumänien wieder beim ESC mit von der Partie, teilte die European Broadcasting Union am Montag in Genf mit. Die Halbfinale sollen am 9. und 11. Mai in Kiew stattfinden, das Finale steigt am 13. Mai.

Unter den Teilnehmern ist auch Russland, der einen Boykott erwogen hatte. Gegen viele russische Künstler besteht ein Einreiseverbot in die Ukraine, weil sie die russische Krim-Politik unterstützten. Die prowestliche Führung in Kiew hat gedroht, russische Künstler nicht einreisen zu lassen, wenn sie auf der Verbotsliste stehen.

14. September: Raab TV produziert Casting-Show zum ESC-Vorentscheid

Raab TV produziert eine Casting-Show für die ARD, um den deutschen ESC-Kandidaten zu finden. Die Show wird über mehrere Runden laufen. Erst einmal stellen sich interessierte Musiker einem allgemeinen Auswahlverfahren. Sender, die Produktionsfirma Raab TV und weitere Musikexperten wählen dann 30 Talente für die zweite Runde aus. Die besten fünf davon wiederum treten beim deutschen Vorentscheid für den ESC 2017 an.

9. September: Kiew richtet ESC 2017 aus

Nach wochenlangem Tauziehen um den Austragungsort des Eurovision Song Contest 2017 hat sich die ukrainische Hauptstadt Kiew gegen zwei Mitbewerber aus der früheren Sowjetrepublik durchgesetzt. Finanzielle Garantien hätten den Ausschlag für Kiew gegeben, sagte Kulturminister Jewgeni Nischtschuk am Freitag.

Beim ESC 2016 in Stockholm hatte die ukrainische Sängerin Jamala mit ihrem Song 1944 gewonnen. Deshalb findet der nächste Wettbewerb 2017 in der Ukraine statt. Die Entscheidung für einen Austragungsort hatte sich seit Anfang August verzögert, weil hinter den Kulissen des krisengeschüttelten Landes ein erbitterter politischer Streit zwischen den Bewerbern ausgebrochen war.

AZ, dpa, afp

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