Freitag, 24. Mai 2013

13. Mai 2012 15:55 Uhr

Ausstellungen

Expo 2012 in Yeosu: Kaum Wartezeiten für Besucher

Die Weltausstellung Expo 2012 in der südkoreanischen Küstenstadt Yeosu hat zum Auftakt Zehntausende von Besuchern angelockt - doch blieb der ganz große Ansturm zunächst aus

Am Wochenende fanden knapp 60 000 Besucher und damit weit weniger als erwartet den Weg auf das Expo-Gelände direkt an der Südküste des Landes, wie die Veranstalter am Sonntag mitteilten. Im deutschen Pavillon äußerten sich die Organisatoren gleichwohl zufrieden: Der nationale Beitrag zum Expo-Thema sei bei den Besuchern auf positive Resonanz gestoßen.

Die Expo-Organisationskomitees vermeldeten am Samstag über 35 000, am zweiten Tag rund 24 000 reguläre Besucher der mit Investitionen in Milliardenhöhe erstellten und international stark beworbenen Veranstaltung. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, mussten die Besucher an den Länder- und Themenpavillons keine langen Wartezeiten wie zuvor beim Probelauf in Kauf nehmen. Zu den prominenten Gästen gehörte am Samstag das dänische Kronprinzenpaar Frederik und Mary.

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Sie habe sich mehr Besucher erhofft, räumte Expo-Sprecherin Kang Hyun Joo ein. Zum einen hätten wohl vor allem viele interessierte Südkoreaner zum Beginn der dreimonatigen Veranstaltung überfüllte Ausstellungsräumen befürchtet. Zum anderen habe es Missverständnisse bei den Reservierungen über das Internet gegeben. Der Fehler werde behoben. Die Veranstalter rechnen mit acht bis zehn Millionen Besuchern bis zum Ende nach 93 Tagen am 12. August, davon mehr als eine halbe Million ausländische Touristen.

Der Generalsekretär des Internationalen Ausstellungsbüros (BIE), der Spanier Vicente Loscertales, äußerte sich mit der Organisation zufrieden. Alle Ziele für den Aufbau der Expo seien erreicht worden.

Zum Begleitprogramm der Expo gehören musikalische Aufführungen und Umzüge, Fontänen-, Lichter- und Multimediashows. Südkorea will sich dabei auch als High-Tech-Land zeigen und für den Tourismus im Land werben.

Obwohl die Veranstaltung zu den kleineren Expos mit einem spezielleren Thema und nicht - wie die Expo 2010 in Shanghai - zu den großen «World Expos» gehört, ist für zahlreiche Besucher ein Tag zu wenig, um alles mitzuerleben. «Zwei bis drei Tage bräuchte man wohl», sagte die 28-jährige Kim Hye Jin aus Seoul. Ohne alles gesehen zu haben, gefiel ihr die Roboter-Ausstellung am besten.

Mehrere tausend Besucher schauten sich nach Angaben der Organisatoren die mit viel Technik und interaktiven Elementen gefüllte deutschen Ausstellungsräume an. «Die Ausstellung ist erstmal sehr positiv angelaufen», befand Pavillon-Direktorin Anja Ehrke. Wichtiger als die Besucherzahlen sei, was Besucher «mitnehmen» würden. Und da sei die Resonanz durchaus positiv gewesen. Die Ausstellung sei «sehr gut organisiert», meinte die Südkoreanerin Kim Tae Sun (53) aus Taejon. Sie habe Lust verspürt, nach Deutschland zu reisen.

Bei der Expo geht es vor allem um die nachhaltige Nutzung der Ozeane sowie den Meeres- und Küstenschutz. Es nehmen 104 Länder und zehn internationale Organisationen teil, darunter die UN. (dpa)

Expo/englisch

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