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22. Januar 2010 15:21 Uhr

Prozess: Opfer brutal gequält

Folternde Kinder müssen fünf Jahre in Haft

Weil sie zwei jüngere Kinder brutal gefoltert und fast getötet haben sind zwei elf und zwöfjährige Buben im britischen Sheffield zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Wer etwa bei Schlägereien als brutalund hoch aggressiv auffällt, wird in Oberbayern jetzt verstärkt zum"Idiotentest" gebeten.
Foto: Laura Loewel

Zwei elf und zwölf Jahre alte Brüder sind von einem Gericht in der britischen Stadt Sheffield am Freitag wegen eines brutalen Angriffs auf zwei jüngere Kinder zu fünf Jahren Haft verurteilt worden.

Die beiden Jungen hatten während des zweitägigen Verfahrens auf schuldig plädiert. Sie hatten im April 2009 zwei neun und elf Jahre alte Schüler gewürgt, mit Backsteinen und einem Waschbecken geschlagen, nackt ausgezogen, geschnitten und zu sexuellen Handlungen gezwungen.

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Der kleinere der beiden Jungen war blutüberströmt und unter Schock auf einer Straße entdeckt worden, der ältere lag neben einem Bach im Schlamm.

Die beiden Täter wurden zu einer unbegrenzten Haftstrafe in einer speziellen Einrichtung verurteilt, wo sie mindestens fünf Jahre verbringen müssen.

«Es ist eine Tatsache, dass es sich um einen langanhaltenden Angriff und sadistische Gewalt handelt, die kein anderes Motiv hatte, als dass ihr euch gut fühlt und die anderen demütigt», sagte der Richter Brian Keith bei der Bekanntgabe des Strafmaßes.

Die Taten, die die beiden Jungen teilweise filmten, «kommen der Folter sehr nahe», sagte der Richter.

Die Anwälte der beiden Täter hatten vor Gericht vorgebracht, die Kinder entstammten einem «vergifteten Familienleben», wo «Attacken, Gewalt und Chaos an der Tagesordnung» waren.

Seit dem Alter von neun Jahren hätten sie Porno- und Horrorfilme gesehen, Hasch sowie zehn Zigaretten am Tag geraucht und Alkohol getrunken. afp

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