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14. Februar 2008 15:53 Uhr

Dramatischer Selbstmord auf dem Hochsitz

Fünfstellige Summe für das Tagebuch vom Hungertod

Es ist das Dokument eines schier unglaublichen Leidensweges: Für das Tagebuch des 58-jährigen Mannes, der sich auf einem Hochsitz zu Tode hungerte, werden hohe Summen geboten.

Zwei Jäger fanden auf diesem Hochsitz die mumifizierte Leiche eines 58-Jährigen.

Uslar (ddp) - Nach dem Hungertod eines Arbeitslosen auf einemHochsitz bei Uslar ist dessen Tagebuch offenbar heiß begehrt. DerTochter des Mannes soll eine fünfstellige Summe für die Aufzeichnungenihres Vaters angeboten worden sein, berichtet dieHessisch/Niedersächsische Allgemeine. Auch ein Regisseur und einSchriftsteller hätten bereits Interesse gezeigt.

Der 58-jährigeMann hatte sich auf einem Hochsitz zu Tode gehungert und seinen24-tägigen Leidensweg in einem Tagebuch dokumentiert, das dieEinsatzkräfte neben der bereits mumifizierten Leiche fanden. Der Mannwar vermutlich Mitte Dezember gestorben. In seinem Tagebuch schreibtHans-Peter Z. über seine Schmerzen. Akribisch hielt er fest, wie derHunger seinem Körper zusetzte, wie seine Haut langsam austrocknete, wiesein Verstand zu stottern begann.

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Der zuletzt in Hannoverwohnende Mann soll demnächst auf See bestattet werden. Seine TochterJoana habe so entschieden, weil es der Wunsch ihres Vaters gewesen sei,berichtete die Zeitung weiter. Die bei Ahrensbök nahe Lübeck lebendeFrau soll schon seit einigen Jahren keinen Kontakt mehr zu ihrem Vatergehabt haben.

Der Arbeitslose hatte sich im November mit demFahrrad von Hannover auf den Weg ins niedersächsische MittelgebirgeSolling gemacht. Er war offenbar verzweifelt. Seine Ehe war in dieBrüche gegangen. Hans-Peter Z. soll Geldprobleme gehabt haben undkonnte seine Miete nicht mehr zahlen. Zudem sei er depressiv und wegenSelbstmordgedanken in Behandlung gewesen. Zuletzt habe er Hoffnungenauf eine Anstellung gehabt, berichtete sein Vermieter. Die hätten sichdann wohl aber zerschlagen.

Als er den Hochsitz hinauf stieg, warer entschlossen, ihn nie wieder zu verlassen. Er aß von diesemZeitpunkt an nichts mehr und trank nur wenig Wasser. Warum Hans-PeterZ. so eine grausige Art des Sterbens wählte, bleibt rätselhaft.

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