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Reaktorunfall von Japan: Fukushima: Greenpeace sieht schlimmstmöglichen Unfall erreicht

Reaktorunfall von Japan

Fukushima: Greenpeace sieht schlimmstmöglichen Unfall erreicht

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    Das Foto der Japanese Nuclear and Industrial Safety Agency zeigt die Zerstörungen am AKW Fukushima. dpa
    Das Foto der Japanese Nuclear and Industrial Safety Agency zeigt die Zerstörungen am AKW Fukushima. dpa

    Angesichts neuer Schreckensmeldungen  aus Fukushima drängt die Umweltschutzorganisation Greenpeace auf  die sofortige Einstufung des Reaktorunfalls in die höchste  internationale Alarmkategorie. Wegen der großen Menge freiwerdender  Radioaktivität müsse die Internationale Atomenergiebehörde IAEA das  Unglück nun als schlimmstmögliches Szenario der Stufe 7 auf ihrer  Störfallskala ("katastrophaler Unfall") werten, erklärte Greenpeace  am Freitag in Hamburg.

    Wieviel radioaktives Material wurde in Fukushima freigesetzt?

    Stufe 7 der international einheitlichen sogenannten INES-Skala  der IAEA war bislang erst einmal bei der Reaktorkatastrophe von  Tschernobyl 1986 ausgerufen worden. Der Atomunfall von Fukushima  wird von den japanischen Behörden bislang in der fünften Kategorie  der insgesamt siebenstufigen Alarmskala eingeordnet ("ernster  Unfall"). Die Einstufung soll sich unter anderem daran orientieren,  wie viel radioaktives Material freigesetzt wird und wie weit es  sich verteilt.

    Am Freitag hatten die japanischen Behörden mitgeteilt, dass in  Fukushima inzwischen auch Schäden an dem Druckbehälter von Reaktor  drei nicht ausgeschlossen werden könnten. In dessen Brennstäben  befindet sich unter anderem das besonders gefährliche Plutonium.  "Weit entfernt" von dem Reaktor sei eine stark erhöhte Strahlung  gemessen worden. Die Evakuierungszone rund um das Kraftwerk rund  250 Kilometer nördlich von Tokio wurde am Freitag auf 30 Kilometer  ausgeweitet.

    "Die höchste Stufe der Unfallskala der IAEA ist jetzt erreicht",  erklärte Greenpeace-Kernphysiker Heinz Smital in Hamburg. "Es sind  derart große Mengen an Radioaktivität freigesetzt worden, dass die  derzeitige Katastrophe im Akw Fukushima 1 jeden Vergleich sprengt."  Er berief sich dabei auf eine Studie für Greenpeace, die Daten des  französischen Instituts für Atomsicherheit (IRSN) und der  österreichischen Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik  (ZAMG) auswertete. Demnach sei die Menge von freigesetzten  radioaktiven Substanzen wie Cäsium 137 und Jod 131 so groß, dass  eine Einstufung auf der INES-Stufe 7 nötig sei.

    Cäsium 137 und Jod 131 treten bei Unfällen in Atomkraftwerken   als erstes in besonders großen Mengen aus. Greenpeace und  Atomexperten anderer Organisationen warnen seit längerem davor,  dass der radioaktive Gesamtinhalt des Kraftwerks von Fukushima den  des Meilers von Tschernobyl weit übersteigt. Dort sei 1986 ein  Reaktor havariert, während in Japan drei vor einer Katastrophe  stünden. afp

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