Beim "Tatort"-Finale hörten die Zuschauer im Hintergrund plötzlich Stimmen aus dem ARD-Wahlstudio. Viele Zuschauer nahmen es mit Humor, die Quote war dennoch eher schlecht.

Ausgerechnet beim dramatischen Finale des letzten «Tatorts» von Mehmet Kurtulus hat am Sonntagabend eine Tonpanne für Verwirrung, aber auch Amüsement gesorgt. Kurz vor Schluss, im Krankenhaus liegt der von Kugeln durchlöcherte Ermittler Cenk Batu im Sterben, ertönt plötzlich die Stimme von ARD-Wahlmoderator Jörg Schönenborn: «Ja, machste zwei 1:30, Lutz macht das immer» und eine Frau sagt «Nur so, dass die kleinen Haare (...) da weg sind». Ein Fehler, der bei der Wahlsendung in Schleswig-Holstein passierte, wie der federführende Norddeutsche Rundfunk (NDR) am Montag erklärte.
«Noch während des laufenden »Tatorts» hat (...) ein Techniker in Kiel den Tonkanal aus dem dortigen Wahlstudio zu früh geöffnet. So war in der »Tatort»-Schlussphase für wenige Sekunden zu hören, was zur selben Zeit im Wahlstudio gesprochen wurde. Eine bedauerliche Panne», erklärte eine NDR-Sprecherin.
Das sahen etliche «Tatort»-Fans auch so: «ich dachte, die Operateure und der Anästhesist würden die Not-OP vorbereiten...», schrieb eine Zuschauerin bei Facebook. Andere nahmen es mit Humor: «Na, wenn der Lutz das auch immer macht. Dann kann ja nichts schief gehen», hieß es da - oder: «Liebe ARD ich würde gerne wissen: Welche kleinen Haare? Und was machen die und warum mussten die »weg»?».
Mehmet Kurtulus holte bei seinem Abschied keine überragende Quote. Dennoch reichte es für die ARD zum Quotensieg am Sonntagabend. 7,08 Millionen Zuschauer (Marktanteil 19,9 Prozent) sahen den sechsten und letzten Fall des 40-Jährigen, dessen verdeckter LKA-Ermittler Batu nie zu den großen Publikumslieblingen gehörte. So war denn auch der Krimi «Die Ballade von Cenk und Valerie», in dem der Polizist am Ende stirbt, der bislang quotenschwächste «Tatort» in diesem Jahr. Als Nachfolger im Hamburger «Tatort»-Revier tritt Til Schweiger im September erstmalig vor die Kamera. dpa, AZ
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