Dienstag, 24. Mai 2016

21. Juli 2011 09:04 Uhr

Pachtvertrag nicht verlängert

Grab von Rudolf Heß aufgelöst - Gebeine exhumiert

Das Grab des ehemaligen Hitler-Stellvertreters Rudolf Heß im fränkischen Wunsiedel ist aufgelöst worden. Die Überreste sollen verbrannt und dann auf See bestattet werden.

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Wie die «Süddeutschen Zeitung» am Donnerstag berichtet, sei das Grab in der Nacht zum Mittwoch mit Zustimmung der Heß-Erben geöffnet und die Gebeine exhumiert worden. Sie sollen verbrannt und die Asche auf See bestattet werden. Das oberfränkische Wunsiedel mit der Begräbnisstätte Heß' war seit seinem Selbstmord im Kriegsverbrechergefängnis in Berlin-Spandau im Jahr 1987 regelmäßig Schauplatz von Aufmärschen rechtsextremer Gruppierungen.

Die Zeitung schreibt weiter, dass der Vorstand der evangelischen Kirchengemeinde damals dem Wunsch von Rudolf Heß zugestimmt habe, in Wunsiedel begraben zu werden. Wegen der Demonstrationen hätten die Kirchenvertreter aber die Auflösung des Grabes gewünscht. Als nun der Pachtvertrag ausgelaufen war, habe die Kirchengemeinde einer Verlängerung nicht zugestimmt. Zunächst habe eine Enkelin von Heß dagegen geklagt. Am Ende habe sich die Familie jedoch überzeugen lassen, eine Auflösung des Grabes zu akzeptieren. dpa/AZ

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