Sonntag, 20. August 2017

19. März 2017 15:16 Uhr

"Borowski und das dunkle Netz"

Handlung und Kritik: Das erwartet Sie heute im Kieler Tatort

Borowski sucht einen Mörder im Darknet. Das klingt kompliziert, ist im Ergebnis aber der beste Tatort seit langem. Was die Zuschauer bei "Borowski und das dunkle Netz" erwartet.

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Kommissar Borowski (Axel Milberg) und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) stoßen auf einen grausamen Fund.
Foto: NDR/Christine Schroeder

"Borowski und das dunkle Netz" heißt der neue Tatort aus Kiel, der heute (20.15 Uhr, hier geht's zum Trailer) im Ersten läuft. Hier erfahren Sie, worum es geht, was bei den Kommissaren läuft - und, ob sich das Einschalten lohnt.

Handlung: Worum geht es beim Tatort aus Kiel heute?

Der Anfang ist so furios wie drastisch: Ein Mann mit Wolfsmaske dringt in ein Fitnessstudio ein, erschießt zwei Menschen und flüchtet verletzt. Unter den Toten: Jürgen Sternow, Leiter der Spezialabteilung Cyber-Crime des Landeskriminalamtes Kiel.

Schnell liegt die Vermutung nahe, dass der Täter im Umfeld der rasant wachsenden Internetkriminalität zu suchen ist. Während sich Kommissar Borowski (Axel Milberg) bei den Ermittlungen zunächst technische Spezialkenntnisse aneignen muss, ist die Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) als ehemalige Hackerin ganz in ihrem Element. Aber wie jagt man einen Täter, der in keinerlei Beziehung zum Opfer stand und es mit allen Tricks versteht, sich im Darknet zu verbergen? Als es Brandt gelingt, eine Lücke in der scheinbar perfekten digitalen Tarnung des Auftragsmörders zu entdecken, kommen sie dem Mörder auf die Spur. 

Kritik: Lohnt es sich, bei "Borowski und das dunkle Netz" einzuschalten?

„Borowski und das dunkle Netz“ ist einer der besten Tatort-Folgen seit langem. Der Weg dazu führt ins Darknet. Da es letztlich um Spannung und Action geht, bleibt die Vielschichtigkeit dieses verschlüsselten Bereichs des Internets weitgehend auf der Strecke. Hätte auch nicht funktioniert bei einer Täterjagd, die Sarah Brandt physisch wie psychisch fordert. Sibel Kekilli spielt die fast schon besessene Ermittlerin mit Bravour. Dieser „Tatort“ wird das Publikum spalten: Begeisterung wohl bei denen, die auf Ulrich Tukur stehen; Unverständnis bei der Behrendt- und Bär-Fraktion. Auf jeden Fall einschalten, zumal es der vorletzte Fall mit Kekilli ist.        

Aufgefallen: Gibt es etwas Besonderes im Tatort heute?

Drehbuchautor und Regisseur David Wnendt hat sich bisher vor allem als Kinoregisseur einen Namen gemacht: Mit seinen Filmen "Kriegerin", "Feuchtgebiete" oder der Hitler-Satire "Er ist wieder da" hat der Gelsenkirchener schon Kontroversen ausgelöst. Mit-Autor Thomas Wendrich, der aus Dresden stammt, schrieb unter anderem für die ARD-NSU-Trilogie den Film "Die Täter - Heute ist nicht alle Tage" und erhielt dafür den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste 2016.

Pressestimmen und Quote: So war die Resonanz auf den letzten Tatort

Dass sich die Kritiker durchgängig einig sind, das gibt es beim Tatort selten. Doch für den Bremer Fall "Nachtsicht" in der vergangenen Woche gab es tatsächlich nahezu ausschließlich Lob. Endlich wieder mal ein klassischer, spannender Tatort, so das Fazit (zu den Pressestimmen). Die Kommissare Lürsen und Stedefreund waren in der Geschichte einem Serienmörder auf der Spur, der seine Opfer mit einem speziell präparierten Auto überfährt.  

Stark war auch die Quote: 9,88 Millionen Zuschauer schalteten bei "Nachtsicht" ein. Besonders hoch war der Marktanteil im Bundesland Bremen selbst: Dort lag er bei 43,2 Prozent, wie das Marktforschungsunternehmen Media Control auf Anfrage mitteilte. Durchschnittlich 130.000 Menschen schauten in den Städten Bremen und Bremerhaven zu.

 

Sendetermine: Das sind die kommenden Tatort-Folgen

26. März: "Nachbarn" (Köln)

2. April: "Fangschuss" (Münster)

9. April: "Am Ende geht man nackt" (Franken)

16. April: "Preis des Lebens" (Wdh., Stuttgart)

23. April: "Wehrlos" (Wien)

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