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11. Januar 2008 17:40 Uhr

Freizügige Kunst

Hinweisschild warnt vor Vergewaltigungs- und Bordellszenen

Achtung, Dix! Ein Hinweisschild warnt im neuen Chemnitzer Museum Gunzenhauser vor einigen freizügigen Bildern des Malers Otto Dix. Die Werke aus den 1920er Jahren provozieren unter anderem mit Vergewaltigungs- und Bordellszenen.

"Selbstbildnis mit maskierter Tänzerin" - so hat Maler Otto Dix dieses Werk genannt.

Chemnitz (dpa). Achtung, Dix! Ein Hinweisschild warnt seit Freitag im neuen Chemnitzer Museum Gunzenhauser vor einigen freizügigen Bildern des Malers Otto Dix (1891-1969). Die Werke aus den 1920er Jahren provozieren unter anderem mit Vergewaltigungs- und Bordellszenen.

Vor dem Raum, in dem diese Bilder zu sehen sind, heißt es nun: "Einige der in diesem Kabinett ausgestellten Werke sind für Kinder ungeeignet." "Wir reagieren damit auf zwei Beschwerden", sagte die Direktorin der Chemnitzer Kunstsammlungen, Ingrid Mössinger. Als öffentliches Museum müsse ihr Haus solche Bedenken ernst nehmen.

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In dem Museum wird seit Anfang Dezember eine der bedeutendsten privaten deutschen Kunstsammlungen erstmals dauerhaft der Öffentlichkeit gezeigt. Es beherbergt das Lebenswerk des Münchner Galeristen Alfred Gunzenhauser, der in fünf Jahrzehnten knapp 2500 Kunstwerke vor allem der Klassischen Moderne zusammengetragen hat. Dazu zählen allein 290 von Otto Dix. Im ersten Monat kamen bereits rund 15.000 Besucher in das neue Museum.

Die Museumsleitung räumte ein, mit dem Schild nicht glücklich zu sein. Kunst müsse anstößig sein, sagte Mössinger. "Wir wollen keinesfalls den Eindruck erwecken, dass wir vor der Kunst warnen". Die Bilder seien weiterhin für jeden frei zugänglich. Mit Pornografie hätten sie nichts zu tun.

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