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75. Geburtstag: Jack Nicholson, die Kraftnatur

75. Geburtstag

Jack Nicholson, die Kraftnatur

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    Alles Gute zum Geburtstag! Jack Nicholson wird 75 Jahre alt.
    Alles Gute zum Geburtstag! Jack Nicholson wird 75 Jahre alt. Foto: DPA

    Dennis Hopper sah aus wie ein Hippie, Peter Fonda hieß wie die gleichnamige Comicfigur „Captain America“ und Jack Nicholson sah aus wie ein betrunkener Anwalt und spielte auch einen betrunkenen Anwalt. Mit dem Film „Easy Rider“ (1969) und dem Versuch dreier Männer, das Geheimnis Amerikas auf der Harley auszuloten, wurde Nicholson zum Weltstar.

    Legendärer Hang zur Selbstironie

    Unverschämt, exzentrisch, trotzdem charmant und ein Haifisch-Lächeln. Diese Eigenschaften prägten seine Filmrollen und auch sein privates Leben. Wenn der Schauspieler, der am Sonntag 75 Jahre alt wurde, mit der Familie seinen Geburtstag feiern wollte, könnte das eine komplizierte Angelegenheit werden. Von vier Frauen hat er fünf Kinder und mehrere Enkel.

    Frauen spielten in seinem Leben stets eine große Rolle. Und das schon von klein auf. Seine Mutter, bei Jacks Geburt erst 17 und unverheiratet, gab sich stets als seine Schwester aus. Die Oma spielte die Mama. Erst 37 Jahre später erfuhr Nicholson die Wahrheit – seine Reaktion war entspannt: „Schwester, Mutter? Setzen Sie einfach einen Bindestrich dazwischen!“

    Jack Nicholson: Von vier Frauen fünf Kinder

    Cool sind auch seine Auftritte in der Glitzerwelt Hollywoods. Das freche Grinsen und die Sonnenbrille gehören zu seinen Erkennungsmerkmalen. „Wenn ich meine Sonnenbrille trage, bin ich Jack Nicholson“, sagte er einmal. „Ohne Sonnenbrille bin ich einfach nur ein fetter 70-Jähriger“, sagte er vor fünf Jahren einem Reporter.

    Nicholson: Freches Grinsen und Sonnenbrille

    Nicholsons Hang zur Selbstironie ist legendär. So wie sein unverwechselbares Repertoire an Gestik und Mienenspiel. Dass das auch manieristisch ausufern kann, ist unbestritten. In dem Horrordrama „Shining“ etwa übertrieb er wie ein Stummfilmstar, mit irrem Blick und gefletschten Zähnen. Der Höhepunkt im Schaffen des selbstbewussten Stars war der von Milos Forman gedrehte Film „Einer flog über das Kuckucksnest“, wo er den Rebellen McMurphy spielte, der gegen die verlogene Zucht einer psychiatrischen Klinik rebelliert. Dafür bekam er 1976 seinen ersten von insgesamt drei Oscars.

    Jack Nicholson - die Kraftnatur

    Der leidenschaftliche Kunstsammler kultivierte ab den 1990er Jahren seine schauspielerische Spezialität: die des leicht überdrehten Sonderlings. In „Besser geht’s nicht“ wettert er – als Misanthrop und reaktionärer Stadtneurotiker – gegen Schwarze, Schwule und Juden. Einmal wirft er gar ein Hündchen in den Müllschlucker. Als das Tier die Prozedur überlebt, freundet sich der Menschenfeind mit dem Vierbeiner an.

    Solch eigensinnige Kraftnaturen wie Jack Nicholson fehlen im US-Kino von heute.

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