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08. Februar 2012 08:24 Uhr

Costa Concordia

Kapitän bleibt unter Hausarrest

Der Kapitän des havarierten Kreuzfahrtschiffs Costa Concordia, Francesco Schettino, bleibt unter Hausarrest. Die Staatsanwaltschaft befürchtet einen Fluchtversuch.

Der Kapitän des vor der italienischen  Küste havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia", Francesco  Schettino, bleibt unter Hausarrest. Das entschied ein Gericht in Florenz am Dienstag und erteilte damit sowohl einem Antrag der Staatsanwaltschaft als auch der Verteidigung eine Absage. Die  Staatsanwaltschaft hatte eine erneute Untersuchungshaft für Schettino beantragt, die Verteidigung wollte seine Freilassung erwirken. Nach dem Schiffsunglück Mitte Januar war Schettino zunächst inhaftiert, dann aber unter Hausarrest gestellt worden.

Arrest an der Amalfi-Küste

Schettino verbringt den Arrest in seiner Wohnung an der Amalfi-Küste. Er darf die Wohnung nicht verlassen und nur mit  seinen engsten Angehörigen kommunizieren. Über seine Anwälte teilte er nach der Bekanntgabe der Entscheidung mit, er sei nun  «beruhigter» und schlug vor, «gelassener» darüber zu sprechen, was  «genau» geschehen sei.

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Dem Kapitän werden unter anderem vielfache fahrlässige Tötung und das vorzeitige Verlassen des Schiffs vorgeworfen. Auch gegen seinen ersten Offizier, Ciro Ambrosio, laufen Ermittlungen. Ambrosio  befindet sich auf freiem Fuß. Die «Costa Concordia» war am 13.  Januar vor der Insel Giglio mit mehr als 4200 Menschen an Bord auf  einen Felsen gelaufen und gekentert. Dabei kamen vermutlich 32  Menschen ums Leben, bisher konnten jedoch erst 17 Tote geborgen werden.

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