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22. Februar 2012 07:27 Uhr

Megaupload-Gründer

Kaution: Kim Schmitz auf freiem Fuß

Internetmillionär Kim Schmitz ist vorerst wieder auf freiem Fuß. Der gebürtige Deutsche ist erleichtert, seine schwangere Frau zu sehen. Doch Schmitz drohen bis zu 20 Jahre Haft.

Erklärt sich für unschuldig: Megaupload-Gründer Kim Schmitz. Foto: David Rowland dpa

Mit Megaupload soll der aus Deutschland stammende Kim Schmitz 42 Millionen Dollar (rund 32 Millionen Euro)  verdient haben. Die US-Behörden werfen Kim Schmitz Piraterie vor. Schmitz könnte dafür bis zu 20 Jahre ins Gefängnis wandern. Der 38-Jährige war in Neuseeland festgenommen worden. Doch nun ist Kim Schmitz wieder auf freiem Fuß - vorerst.  Ein Richter in Auckland entschied am Mittwoch, dass keine  Fluchtgefahr bestehe. Denn  das gesamte Vermögen des Internetmillionärs Kim Schmitz sei beschlagnahmt. Die US-Behörden fordern die  Auslieferung von Schmitz, unter anderem wegen Verletzung des  Urheberschutzes und Betrugs.

Kim Schmitz will seine schwangere Frau sehen

Die Entscheidung des Richters vom Mittwoch ist ein Rückschlag  für die US-Justiz, die eine Auslieferung der vier  Megaupload-Verantwortlichen fordert. Eine Anhörung zu den  Auslieferungsanträgen soll voraussichtlich am 20. August  stattfinden. Der Anwalt von Schmitz, Paul Davison, sagte, sein Mandant sei  entschlossen, weiter gegen die US-Vorwürfe zu kämpfen. Diese hätten  «keinerlei substanzielle Basis». Schmitz selbst sagte, er sei  erleichtert, seine drei kleinen Kinder und seine schwangere Frau  wiederzusehen. Drei weitere am 20. Januar gemeinsam mit Schmitz  festgenommene Verantwortliche des inzwischen geschlossenen  Online-Speicherdienstes waren bereits zuvor auf Kaution  freigekommen. Sie alle sollen sich massiver Internetpiraterie  schuldig gemacht haben, da Megaupload das Herunterladen von  urheberrechtsgeschützten Werken ermöglichte.

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Kim Schmitz auf freiem Fuß

Richter Nevin Dawson hatte im Gegensatz zu zwei vorherigen  Entscheidungen von Kollegen keine Bedenken, den 38-Jährigen auf  freien Fuß zu setzen. Neben der Beschlagnahmung seines Vermögens  sei auch seine Familie ein Grund, weshalb Schmitz ein Interesse  daran habe, in Neuseeland zu bleiben, argumentierte Dawson. Als  Auflage darf der 38-Jährige nicht ins Internet gehen und muss in  seinem Anwesen in Auckland bleiben, es sei denn, es gebe einen  medizinischen Notfall.

Megaupload von Kim Schmitz bot seinen Nutzern seit 2005 an,  Daten im Internet zu speichern und dort auch anderen zur Verfügung  zu stellen. Dies ist an sich nicht illegal. Allerdings wurde die  Plattform auch dazu genutzt, Raubkopien etwa von Musik, Filmen und  Software zu verbreiten. afp/AZ

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