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14. Februar 2008 17:38 Uhr

Kinder als Profi-Einbrecher

Eine Verbrecherbande hat Kinder für Einbrüche "regelrecht trainiert" und dann gezielt eingesetzt.

Darmstadt/Ludwigshafen/Wallerfangen (ddp). Staatsanwaltschaft und Polizei sind am Donnerstag mit einer Razzia im Südwesten Deutschlands gegen eine international agierende Bande vorgegangen, der rund 200 Wohnungseinbrüche angelastet werden.

Der von der Bande angerichtete Schaden geht nach Angaben der Ermittler vom Donnerstag in die Millionen. Die Einbrüche sollen zur Bande gehörende zehn bis zwölf Jahre alte Kinder verübt haben.

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In Ludwigshafen und im saarländischen Wallerfangen durchsuchten Polizeibeamte aus mehreren Bundesländern vier Häuser und stellten dabei umfangreiches Beweismaterial sicher. Zwei Frauen im Alter von 31 und 33 Jahren, gegen die bereits Haftbefehle vorlagen, wurden festgenommen.

Seit Mai 2007 ermitteln die Behörden in diesem Zusammenhang gegen rund 20 Mitglieder ausländischer Großfamilien. In unterschiedlicher Zusammensetzung soll die Gruppe in Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im Saarland Einbrüche begangen haben. Auch für Einbrüche in Schweden und Frankreich komme die Gruppe in Frage, hieß es. Die erwachsenen Mitglieder hätten bei den Einbrüchen im Hintergrund agiert und die Kinder vorgeschickt.

Bei der Razzia in Ludwigshafen trafen die Beamten auf drei Kinder, deren Identität zunächst nicht geklärt werden konnte. Sie wurden in die Obhut des städtischen Jugendamtes gegeben und in ein Heim gebracht. Den Ermittlern zufolge wurden die Kinder für die Einbrüche «regelrecht trainiert». Eine schulische oder erzieherische Ausbildung hätten sie nicht erhalten. Es gebe Erkenntnisse, dass die Erwachsenen seit ihrem elften Lebensjahr in gleicher Weise herangezogen wurden.

Die Behörden gehen davon aus, dass die Gewinne aus den Einbrüchen in Immobilien und andere Wirtschaftsgüter investiert wurden. Die Konten der Beschuldigten wurden inzwischen gepfändet, auf das Haus eines Verdächtigen wurde eine Sicherungshypothek eingetragen.

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