Sie sollen zwei andere Kinder brutal gefoltert und fast getötet haben - deshalb stehen im britischen Sheffield zwei Buben vor Gericht. Das Unfassbare: Bei der Tat waren sie gerade einmal zehn und elf Jahre alt. Von Jasmin Fischer

Die Qualen der beiden Opfer lesen sich wie das Skript eines Horrorfilms: Die damals neun und elf Jahre alten Jungen waren im vergangenen April mit ihren Rädern unterwegs, als sie die Täter trafen. Unter dem Vorwand, ihnen einen Fuchs zeigen zu wollen, lockten sie die ahnungslosen Brüder in den Wald.
Dort zwangen sie sie, Brennnesseln und Glasscherben zu schlucken und knebelten sie mit ihren eigenen Socken. Sie bewarfen sie mit Steinen und zerschnitten ihre Zunge mit Stacheldraht, bevor sie die nackten Opfer mit Folie bedeckten und anzündeten. Ein Täter filmte die Tat mit seinem Handy.
Jury-Mitglieder, die sich die Bilder ansahen, brachen in Tränen aus. Weil die beiden fürchteten, verpetzt zu werden, sollten die Opfer erwürgt werden.
Die Teenager ließen erst von den Kindern ab, als ihnen einfiel, dass sie verabredet waren.
Am Freitag soll das Urteil fallen, es wird erwartet, dass die Buben höchstens sechs Jahre ins Gefängnis müssen. Anschließend sollen sie eine neue Identität bekommen, die sie vor Vergeltungstaten schützt. Jasmin Fischer
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