Montag, 24. November 2014

31. Dezember 2013 09:21 Uhr

Michael Schumacher

Klinik will neue Informationen zu Schumis Zustand bekanntgeben

Der Gesundheitszustand von Michael Schumacher ist nach seinem Skiunfall weiter dramatisch. Am Vormittag wollen die Ärzte neue Informationen zum Zustand des 44-Jährigen veröffentlichen.

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Die Universitätsklinik in Grenoble in der Michael Schumacher behandelt wird.
Foto: Salvatore Di Nolfi (dpa)

Die Universitätsklinik in Grenoble will an diesem Dienstag neue Informationen zum Gesundheitszustand von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher bekanntgeben. Für 11 Uhr sei eine Pressekonferenz angesetzt, hieß es am Vormittag.

Am Montag hatten die Ärzte in der französischen Stadt berichtet, der 44 Jahre alte Schumacher sei schwerem Skiunfall am Sonntag in ein künstliches Koma versetzt worden. Die Situation nach Schumachers sei weiterhin «außerordentlich ernst». Der Kerpener habe «im Gehirn weit verbreitete Verletzungen» erlitten. Die behandelnden Ärzte sprachen von Blutergüssen und Prellungen im Gehirn.

"Bild": Helm von Michael Schumacher soll bei Skiunfall zerbrochen sein

Nach «Bild»-Informationen war bei dem Aufprall Schumachers Ski-Helm gebrochen. Dies berichtete das Blatt und zitierte einen Retter mit den Worten: «Als wir zur Unfallstelle kamen, war sein Helm gespalten.» Eine offizielle Bestätigung gab es dazu nicht.

Der siebenmalige Formel-1-Champion darf nur von seiner Familie besucht werden. Vor dem Krankenhaus in Grenoble warteten auch am Montag Fans des Rekordweltmeisters auf bessere Nachrichten zum Gesundheitszustand.

Mehrfach betonten die Ärzte in Grenoble, dass die Lage sehr kritisch sei. Über die Überlebenschancen könne man nichts sagen, erklärten die Mediziner. Der Unfall am Sonntagvormittag auf einer nicht markierten Piste in Méribel habe sich mit hoher Geschwindigkeit ereignet, betonten die Ärzte angesichts der Schwere der Kopfverletzungen. «Sein Helm hat ihn geschützt. Jemand, der diesen Unfall ohne Helm gehabt hätte, hätte es wohl nicht bis ins Krankenhaus geschafft», sagte der Leiter der Anästhesie-Abteilung, Jean-François Payen.

Weltweit große Anteilnahme für Michael Schumacher

Schumacher sei mit der rechten Seite aufgeprallt und nach dem Unfall zwar ansprechbar, aber verwirrt gewesen. Er habe eine Blutung zwischen Gehirn und Schädeldecke gehabt. Schumacher wurde am Sonntag umgehend operiert. Es werde alles unternommen, um den Druck im Gehirn nicht ansteigen zu lassen, sagten die Ärzte weiter.

Die Anteilnahme für Schumacher reißt derweil nicht ab. Auch der ehemalige US-Präsident Bill Clinton ist mit seinen Gedanken bei ihm. «Denke heute an Michael Schumacher und bin dankbar, für alles, was er für die Clinton Foundation und andere gemacht hat», schrieb Clinton beim Kurznachrichtendienst Twitter. «Ich bete für ihn und seine Familie.» Der spanische Fußball-Nationalspieler Cesc Fabregas vom FC Barcelona twitterte: «Alle Kraft für #MichaelSchumacher, wir sind alle bei Dir». dpa 

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