ProSieben war redlich bemüht, ein pompöses TV-Spektakel aufzuziehen. Heraus kam eine sportlich eher maue und latent peinliche Show - wenn auch nicht gänzlich ohne Unterhaltungswert. Von Stefan Reinbold

Acht mehr oder weniger prominente Boxer sollten sich bei dem Event gegenseitig auf die Mütze geben. Als erstes wagten sich Martin „Headhunter“ Kesici und Jay „Dynamite“ Khan in den Ring.
Der Rocker Kesici sah dabei nicht nur aus wie ein Rummelboxer, nein, er kämpft auch so. Den Tipp von Trainer Sven Ottke, die Deckung oben zu behalten, hatte er allerdings nicht verinnerlicht. Entsprechend heftig ging es dann zur Sache. Kesici bewies dabei ernstzunehmende Nehmerqualitäten. Zwischendurch gelang ihm auch ein ansehnlicher Treffer. Sein Gegner Khan pumpte wie ein Maikäfer, erwies sich letztendlich jedoch als der klügere und effizientere Boxer und gewann verdient.
Axel Schulz kommentierte mit frecher Berliner Schnauze aus den Kabinen und heizte mit kleinen Frotzeleien die Stimmung an.
Im zweiten Kampf des Promi-Boxens bei ProSieben packte Daniel „The Taff Man“ Aminati gleich den Hammer aus. Explosiv schnellten seine Fäuste in Richtung Nico Schwanz, der ziemlich schlaff und verängstigt wirkte. Mit entschlossenem Blick prügelte Aminati den armen Schwanz durch den Ring. In der dritten Runde warf die Ecke von Schwanz schließlich das Handtuch und verhinderte damit Schlimmeres.
Beim dritten Kampf trat Micaela „Sexy Survivor“ Schäfer gegen Indira „Punching Beast“ Weis an. Trotz Zickenkriegs im Vorfeld des Promi-Boxens blieb der Kampf zunächst wenig bissig. Ohne große Dynamik trieben sich die zwei Sternchen durch den Ring. Am Ende machte Indiras brachialer rechter Schwinger den Unterschied: Der brauchte zwar lang, zeigte aber Wirkung - und bescherte ihr den Punktsieg.
Im letzten Duell, dem Schwergewichtskampf zwischen Evil Jared „The Bloodhound Butcher“ Hasselhoff und Lars „Spartacus“ Riedel, trafen dann zwei Giganten aufeinander. Und Evil Jared hatte sich in Jackass-Manier auf den Kampf vorbereitet.
Im Ring war der Bassist dann auch der agilere Kämpfer. Er ging aggressiver in den Mann, landete aber öfter im Schwitzkasten von Riedel, der meist etwas gehemmt und unbeholfen durch den Ring tapste und sich oft nur durch Klammern zu helfen wusste. In der vierten Runde verließ den Ex-Diskus-Werfer dann gänzlich die Kraft. Als er zu Boden ging, hatte auch der Ringrichter Erbarmen und beendete den Promi-Kampf.



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