Horst Faas war ein bekannter deutscher Kriegsfotograf. Nun ist er tot. Berühmtheit erlangte Faas während des Vietnamkrieges. Dort ereilte ihn auch ein Schicksalsschlag.


Horst Faas ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Horst Faas war ein berühmter deutscher Kriegsfotograf und hatte zwei Mal den Pulitzerpreis verliehen bekommen. Wie die Nachrichtenagentur afp berichtet, starb Horst Faas am Donnerstag. Der Kriegsfotograf hatte fast 50 Jahre für die Agentur gearbeitet.
Horst Faas wurde vor allem durch seine Fotos aus dem Vietnamkrieg berühmt. Der Deutsche war in Vietnam von 1962 bis 1974 unterwegs und dokumentierte den Krieg mit seiner Kamera. Für seine Arbeit wurde Faas mehrfach ausgezeichnet.
Faas sorgte auch für die Veröffentlichung des berühmten Fotos seines AP-Kollegen Nick Ut vom Juni 1972. Auf dem Bild ist zu sehen, wie die neunjährige Kim Phuc vor einem Napalmangriff flieht. Einige Kollegen hatten Bedenken, das Bild zu veröffentlichen, da sich das kleine, schwerverletzte Mädchen die brennenden Kleider vom Leib gerissen hatte und völlig nackt war. Das Bild ging um die Welt und brachte Ut ebenfalls einen Pulitzerpreis ein.
1967 wurde Faas in Vietnam schwer verletzt. 2005 zog er sich bei einem Korrespondententreffen in Hanoi eine schwere Infektion zu und war seitdem von der Taille an abwärts gelähmt. Ende 2008 verschlimmerte sich sein Zustand. Seit Februar war er im Krankenhaus. afp/AZ
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