Dienstag, 21. Mai 2013

10. Juni 2012 17:21 Uhr

Nigeria

Mindestens vier Tote bei Angriffen auf Kirchen

Bei zwei Angriffen auf Kirchen sind in Nigeria mindestens vier Menschen getötet worden.

Nach Angaben der  Behörden riss ein Selbstmordattentäter am Sonntag zwei Menschen mit  in den Tod, als er sein Auto vor einer Kirche in der  zentralnigerianischen Stadt Jos zur Explosion brachte. In der  nordöstlichen Stadt Biu wurde demnach eine Frau während eines  Gottesdienstes erschossen, als Bewaffnete das Feuer auf eine Kirche  eröffneten.

Attentäter versuchte, Auto in Kirche zu steuern

Laut Polizei versuchte der Selbstmordattentäter in Jos, sein  Fahrzeug in die Kirche zu steuern. Dies habe er nicht geschafft.  Allerdings sei die Kirche durch die Wucht der Detonation in sich  zusammengestürzt. Nach Angaben der örtlichen Regierung wurden 41  Menschen verletzt. Auch in Biu seien zahlreiche Menschen verletzt  worden, sagte der dortige Vorsitzende der nigerianischen  Christen-Vereinigung, Samson Bukar. Die Angreifer seien entkommen.

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Nigeria: Immer wieder Anschläge

Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand. Die islamistische  Sekte Boko Haram hatte sich in der Vergangenheit zu ähnlichen  Angriffen bekannt. Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im  mehrheitlich muslimischen Norden des Landes und verübt regelmäßig  Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen. Seit Mitte 2009  starben durch Anschläge von Boko Haram nach Behördenangaben mehr  als tausend Menschen.

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