Bei zwei Angriffen auf Kirchen sind in Nigeria mindestens vier Menschen getötet worden.
Nach Angaben der Behörden riss ein Selbstmordattentäter am Sonntag zwei Menschen mit in den Tod, als er sein Auto vor einer Kirche in der zentralnigerianischen Stadt Jos zur Explosion brachte. In der nordöstlichen Stadt Biu wurde demnach eine Frau während eines Gottesdienstes erschossen, als Bewaffnete das Feuer auf eine Kirche eröffneten.
Laut Polizei versuchte der Selbstmordattentäter in Jos, sein Fahrzeug in die Kirche zu steuern. Dies habe er nicht geschafft. Allerdings sei die Kirche durch die Wucht der Detonation in sich zusammengestürzt. Nach Angaben der örtlichen Regierung wurden 41 Menschen verletzt. Auch in Biu seien zahlreiche Menschen verletzt worden, sagte der dortige Vorsitzende der nigerianischen Christen-Vereinigung, Samson Bukar. Die Angreifer seien entkommen.
Zu den Angriffen bekannte sich zunächst niemand. Die islamistische Sekte Boko Haram hatte sich in der Vergangenheit zu ähnlichen Angriffen bekannt. Boko Haram kämpft für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes und verübt regelmäßig Anschläge auf Polizei, Behörden und Kirchen. Seit Mitte 2009 starben durch Anschläge von Boko Haram nach Behördenangaben mehr als tausend Menschen.
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