Samstag, 18. Mai 2013

28. Juli 2011 07:34 Uhr

Undeidliche Falschaussage

Mörder Gäfgen zeigt Ex-Polizeipräsident Daschner an

Magnus Gäfgen war wegen Mordes am Bankierssohn Jakob von Metzler zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Nun führt er einen Zivilprozes gegen das Land Hessen. Es geht um Folter.

Der verurteilte Kindermörder Magnus Gäfgen im Landgericht in Frankfurt am Main. dpa

Gäfgen hat nach einem Pressebericht bei der Staatsanwaltschaft Frankfurt Strafanzeige gegen den ehemaligen Frankfurter Polizeivizepräsidenten Wolfgang Daschner und den Polizeibeamten Ortwin Ennigkeit erstattet. Er wirft beiden uneidliche Falschaussage vor, berichtet die «Frankfurter Rundschau» (Donnerstagausgabe).

Der wegen des Mordes an dem Bankierssohn Jakob von Metzler zu lebenslanger Haft verurteilte Gäfgen führt derzeit einen Zivilprozess um Schmerzensgeld gegen das Land Hessen, weil er von der Polizei mit Foltermethoden zu einem Geständnis gebracht worden sein soll. Die Urteilsverkündung soll am 4. August stattfinden.

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Daschner hat im laufenden Zivilprozess als Zeuge ausgesagt, er habe 2002 vom damaligen Chef des hessischen Landeskriminalamtes, Norbert Nedela, grünes Licht für die Foltermaßnahmen bekommen. Doch Nedela hatte versichert, dass er Daschner nicht zum Handeln aufgefordert habe. dapd

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