Monica Lierhaus will nach ihrer schweren Krankheit zurück in die Normalität. Sie müsse alles neu lernen, der Fußball lasse sie nicht los.


Deutschland fiebert mit Monica Lierhaus' Schicksal mit: Nach ihrer Krankheit wünscht sich die ehemalige Moderatorin der «Sportschau» «die Rückkehr in die Normalität». «Seit fast drei Jahren bin ich damit beschäftigt, alles wieder neu zu lernen», teilte Lierhaus der neuen Ausgabe des «Zeit-Magazins» mit. «Einfache Dinge wie mit Messer und Gabel essen oder Knöpfe schließen fallen mir noch furchtbar schwer.» Das wäre anstrengend und oft deprimierend. «Häufig wünsche ich mir, alles würde schneller gehen und wäre weniger mühsam. Es gibt Momente, in denen ich alles hinwerfen möchte, jeden Tag», so Lierhaus.
Lierhaus träume davon, «nicht mehr auf andere angewiesen zu sein», fügte sie hinzu. «Zur Zeit sind den ganzen Tag Menschen um mich herum. Ich war immer sehr gern allein, das geht heute nicht so gut, mehr als wenige Stunden am Tag sind noch nicht möglich.» Ihr «großer Traum» sei es, bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 2014 dabei zu sein: «Nicht nur als Zuschauerin, sondern aktiv als Journalistin.» Fußball sei ihr immer noch sehr wichtig. «Ich habe nicht eine 'Sportschau' verpasst, seit ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. «



Monica Lierhaus hatte im Januar des Jahres 2009 bei einer OP am Kopf eine Blutung im Gehirn erlitten, war danach für mehrere Wochen ins Koma gefallen und leidet bis heute an körperlichen Beeinträchtigungen. Seit März vergangenen Jahres ist die Botschafterin der ARD-Fernsehlotterie. afp/AZ
Jetzt bestellen! Das neue iPad inkl. e-Paper.|
|
|
|
Artikel kommentieren
| Artikel bewerten: