Samstag, 27. Mai 2017

19. Mai 2017 15:27 Uhr

New York

Mutmaßlicher Täter vom Times Square wurde schon 2013 verurteilt

Kontrollverlust unter Drogen? Oder eine gezielte Attacke auf beliebige Opfer? Der mutmaßliche Täter vom Times Square wurde wohl schon 2013 von einem Militärgericht verurteilt.

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Der Times Square wurde nach einem Unfall gesperrt.
Foto: Mark Lennihan/AP/dpa

Der Autofahrer, der am New Yorker Times Square mit hohem Tempo über den Gehweg gerast ist und dabei eine Frau tötete und 22 weitere Menschen verletzte, stand möglicherweise unter Einfluss von Drogen. Der 26-jährige Richard Rojas, ein Ex-Soldat der US-Marine aus dem Stadtteil Bronx, habe möglicherweise eine als "K2" oder "Spice" bekannte Droge konsumiert, die auch als synthetisches Marihuana bezeichnet wird. Das berichteten die TV-Sender CBS und "NY1" unter Berufung auf Strafverfolger. Dazu passt auch die Meldung vom Freitag, dass der Soldat bereits 2013 wegen Alkoholmissbrauchs und ordnungswidrigem Verhalten aus der Navy geschmissen wurde.

Rojas hatte am Donnerstag gegen 12 Uhr mittags (Ortszeit) mit seinem Pkw auf einer Kreuzung gewendet und war dann mit hohem Tempo über den Gehweg gefahren. Erst nach etwa drei Straßenblocks rammte er einen Poller, an dem sein Wagen hängenblieb und kurzzeitig auch Feuer fing. Rojas wurde nach vergeblicher Flucht unmittelbar festgenommen, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. "Es gibt keine Hinweise, dass dies ein terroristischer Akt war", sagte De Blasio.

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Unfall auf Times Square: "Mein Leben ist vorbei"

Vier der 22 Verletzten waren am Donnerstag noch in Lebensgefahr, wie Feuerwehrchef Daniel Nigro sagte. Ihre Überlebenschancen seien aber gut. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine 18-Jährige, deren 13 Jahre alte Schwester ebenfalls von dem Auto getroffen wurde und mit Verletzungen ins Krankenhaus kam. 

Den Behörden zufolge war Rojas 2015 und 2008 wegen Trunkenheit am Steuer verhaftet worden. Zudem wurde er diesen Monat verhaftet, weil er vor einem Besucher in seiner Wohnung in der Bronx ein Küchenmesser zückte. Während seiner Stationierung auf einem Militärstützpunkt in Jacksonville, Florida von 2011 bis 2014 wurde er festgenommen, weil er mutmaßlich einen Taxifahrer angegriffen hatte. Ob er sein Auto am Donnerstag absichtlich in die Menge steuerte, war zunächst unklar. "Mein Leben ist vorbei", soll er bei seiner Festnahme gerufen haben.

Der mutmaßlicher Täter stand bereits 2013 vor einem Militärgericht

Ein Militärtribunal in Jacksonville im Staat Florida, wo Rojas als Soldat teils stationiert war, hatte ihn im Juni 2013 sogar zu einer Geldstrafe von umgerechnet etwa 3000 Euro veruteilt und eine Ausgangssperre von drei Monaten verhängt. Zudem wurde Rojas in eine niedrigere Besoldungsgruppe heruntergestuft. Rojas bekannte sich schuldig zu den Vorwürfen, die neben Trunkenheit auch Bedrohung anderer umfassten. Rojas war während seiner Zeit bei der Marine von 2011 bis 2014 zeitweise auf dem Zerstörer USS Carney sowie auf Stützpunkten in Illinois und in South Carolina stationiert. dpa

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