Eine 30 Jahre alte Italienerin war schwanger , als sie auf der Costa Concordia mitreiste. Nach dem Schiffsunglück hat sie nun ein weiteres Unglück erlebt.


Auf einem Rettungsboot konnte die 30 Jahre alte Italienerin dem Unglück der Costa Concordia vor Giglio entkommen. Zu dem Zeitpunkt des Schiffsunglücks war die Frau schwanger. Vergangene Woche wurde die schwangere Frau in ein Krankenhaus gebracht. Sie verlor ihr Baby. Die behandelnden Ärzte glauben, dass der psychologische Stress bei der Evakuierung der Costa Concordia ausschlaggebend für die Fehlgeburt war. Zudem war das Rettungsboot, in dem die 30-Jährige saß, noch mit einem Felsen kollidiert. Auch das kann laut den Ärzten eine Rolle gespielt haben.
Die Anwälte der Frau wollen Berichten zufolge ihre Klage einer Sammelklage gegen den Kreuzfahrtanbieter beifügen. Eine Million Euro Schadensersatz wolle man für die Frau erstreiten, die nach dem Schiffsunglück der Costa Concordia ihr Baby verloren hat. Costa Crociere hatte sich nach dem Unglück mit Vertretern der Urlauber darauf verständigt, dass jeder Passagier 11.000 Schadenersatz plus 3000 Euro für die Reisekosten erhalten soll. In den USA verklagen einige Passagiere den Mutterkonzern Carnival jedoch auf eine Entschädigungssumme von insgesamt 460 Millionen Dollar (350 Millionen Euro). Auch in Frankreich und Deutschland sind weitere Klagen anhängig.
Die Costa Concordia war am Abend des 13. Januar mit mehr als 4200 Menschen an Bord vor der toskanischen Insel Giglio havariert. Bei dem Unglück kamen vermutlich 32 Menschen ums Leben, darunter mindestens sechs Deutsche. Gegen Kapitän Francesco Schettino wird ermittelt. afp/AZ
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