Startseite
Icon Pfeil nach unten
Panorama
Icon Pfeil nach unten

Weltraumbehörde: Nasa sagt den Weltuntergang im Jahr 2012 ab

Weltraumbehörde

Nasa sagt den Weltuntergang im Jahr 2012 ab

  • |
  • |
  • |
    Nasa sagt den Weltuntergang ab
    Nasa sagt den Weltuntergang ab Foto: Sony

    Das Ende der Menschheit wird noch ein bisschen auf sich warten lassen - sagt zumindest die Nasa.

    Pünktlich zum Kino-Start des Weltuntergangsfilms "2012" von Roland Emmerich, der ab morgen in den deutschen Kinos läuft, sah sich die Weltraumbehörde zu dieser ungewöhnlichen Mitteilung genötigt. Denn der Film greift eine alte Prophezeiung auf: Im Kalender der Maya endet der bisherige Zähl-Zyklus in drei Jahren, drei Tage vor Weihnachten.

    Schlechte Nachrichten für Apokalyptiker

    An diesem 21.12.2012, sagen Verschwörungstheorien seit langem voraus, werde die Erde mit einem Planeten namens Nibiru kollidieren und untergehen. "Diese Behauptungen sind durch keinerlei Fakten gerechtfertigt", teilt die Nasa nun aber auf ihrer Internetseite mit: Wenn sich tatsächlich ein Planet auf Kollisionskurs zur Erde befände, "hätten Astronomen ihn seit mindestens zehn Jahren verfolgt, und mittlerweile wäre er mit bloßem Auge sichtbar."

    Schlechte Nachrichten also für Apokalyptiker - deren Befürchtungen werden durch diese Meldung aber nicht zum ersten Mal enttäuscht. Schon zur Jahrtausendwende blieben sowohl der Zusammenbruch der Stromversorgung, als auch der globale Computergau aus. Stattdessen: Sekt und Feuerwerk an Silvester, eben so, wie jedes Jahr.

    Mehr als 100 verpasste Weltuntergänge allein seit Christi Geburt listen Hobby-Chronisten im Internet auf. Schon am Ende der Tausendjährigen Herrschaft des Messias, was unserer Zeitrechnung zufolge dem Jahr 1000 hätte entsprechen müssen, wurde die Sonne nicht finster und der Mond nicht wie Blut - entgegen der Prophezeiung des Johannes-Evangeliums.

    Der Maya-Kalender, versucht nun der Archäo-Astronom Andreas Fuls von der Technischen Uni Berlin die Ehre der alten Kultur zu retten, sei ohnehin falsch interpretiert worden. Mit speziellen Computerprogrammen hat der Experte für archäologische Ausgrabungen und deren astronomische Deutung herausgefunden, dass der Untergang der Hochkultur erst 208 Jahre später ansteht als gedacht - demnach würde erst 2220 das letzte Stündlein der Menschheit schlagen.

    "Unserem Planeten ist es in den vergangenen vier Milliarden Jahren wohlergangen", erklärt hingegen die Nasa - und es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass sich das in naher Zukunft ändern werde.

    Selbst Nostradamus übrigens, der als der düsterste Prophet aller Zeiten gehandelt wird, sagt die Apokalypse erst für das Jahr 3797 voraus. Ob diese Zahl allerdings mit unserem Kalender übereinstimmt oder nur symbolisch gemeint ist, auch darüber wird in gewissen Kreisen seit Jahren diskutiert. Von Karin Seibold

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden