Die Stiftung Warentest hat im neuen Navi-Test acht Navigationssysteme getestet. Auffällig ist, dass Anbieter zunehmend Extras verkaufen wie Verkehrsdienste. Aber nicht alle helfen im Stau wirklich aus der Patsche.

Im aktuellen Navigationssystem-Test der Stiftung Warentest wird eines klar: Immer mehr Anbieter wollen nach dem Kauf mit Zusatzdiensten wie Staumeldern noch weiter verdienen. Diese Extra-Dienste empfängt das Navi per Mobilfunk und soll beispielsweise im Stau die besten Ausweichwege zeigen.
Die Stiftung hat acht Navis auf ihre allgemeine Qualität hin bewertet und zusätzlich die Nützlichkeit des Zusatzdienstes getestet. Preisspanne: 129 bis 490 Euro.
Immer noch die beste Note mit 2,2 erhalten (wie schon im Test vom Januar) die Systeme "Becker Traffic Assist Z116" für ab 179 Euro und Navigon 8450 Live für ab 450 Euro. Eher schlecht weg kam mit der Note 2,6 das System "Falk m8 3rd Edition"
Verkehrsdienste: Bei extremen Verkehrslagen hilft nur einer wirklichEinen Schritt weiter ging die Stiftung, indem sie die Verkehrs-Systeme auf ihre Stau-Hilfe-Tauglichkeit testete. Vier Autos wurden drei Tage lang vor Ostern im Ruhrgebiet auf Tour geschickt - dort sind die Straßen bekanntlich immer voll. Die Fahrer sollten herausfinden, was die Echtzeit-Verkehrsdienste taugen. Kernfrage war vor allem, ob sich der teure Tom-Tom-Zusatzdienst im Vergleich zu den anderen lohnt.
Folgende Navis und ihre Stau-Dienste wurden auf diese Art getestet:
1. Ein Tom-Tom-Navi mit dem Dienst Tom-Tom-Live, der mit dem Verkehrsdienst HD Traffic ausgestatt ist. Dafür muss der Nutzer aber kräfzig in die Tasche langen: 9,95 Euro monatlich kostet die Hilfe extra.
2. Ein Medion-Navi wurde mit dem TMC-Zusatzdienst ausgestattet
3. Ein Medion-Navi wurde mit dem TMCpro aufgerüstet.
4. Das vierte Auto war lediglich mit einem Navi, dem des Herstellers Garmin, ausgestattet, ohne einen zusätzlichen Verkehrsdienst.
Test-Ergebnis: Bei normaler Verkehrslage brachten die Echtzeit-Verkehrsdienste wenig, so das Fazit der Stiftung. Aber: Im Verkehrschaos zu Urlaubszeiten sind die Dienste zumindest dort, wo es geeignete Umleitungsrouten gibt, wirkich hilfreich.
Der teurere Dienst Tom-Tom HD Traffic war dabei wirkungsvoller als die schon älteren Dienste TMC und TMCpro, für die keine laufenden Kosten anfallen.
Den ausführlichen Testbericht und Details sowie Details zu den Umfahrungen lesen Sie im aktuellen Heft der Stiftung sowie auf deren Homepage. (AZ)
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