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31. Januar 2012 15:43 Uhr

Dschungelcamp 2012

Neben Königin Brigitte Nielsen gibt es noch mehr Gewinner

Das Dschungelcamp 2012 ist aus. Die Karriere mancher Teilnehmer wohl auch. Aber es gibt auch viele Sieger im australischen Busch.

Zum Glück ist das Dschungelcamp vorbei. Es war ein bisschen so wie Pommes ohne Ketchup: Man führte es sich zu Gemüte. Aber richtig geschmeckt hat es nicht. Und vor allem: Es hatte einen faden Beigeschmack.

Wenigstens gab es eine wirkliche Queen im Busch: "Brigidde" Nielsen. Mit 56,73 Prozent der Zuschauerstimmen setzte sie sich am Samstagabend gegen Kim Debkowski (43,27 %) durch und ist damit nach Désirée Nick und Ingrid van Bergen die dritte Frau auf dem Dschungelthron.

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Mitgemacht beim Dschungelcamp 2012 haben elf Promis. Für manch einen wird das Camp ein Schub gewesen sein. Für andere eher ein Karrierebremser:

Brigitte Nielsen Mit Elan und stets guter Laune absolvierte Nielsen Dschungelprüfungen, schluckte Straußen-Anus und Entenblut. Sie tröstete Mitcamper und erzählte Intimes aus ihrem Privatleben - von Drogenproblemen und Ex-Lovern. So wundert es nicht, dass die Ex-Frau von Schauspieler Sylvester Stallone am Ende Blumenkrone und Zepter übernimmt. «Es war so eine gute Zeit», jubelte die 48-Jährige. Sie habe eigene Grenzen überwunden. Und sie verspricht: «Ich will meine Deutsch verbessern.» Dschungelfazit: Sieger. Vereint sich wieder mit Arnold Schwarzenegger. Und wird dann Königin von Kalifornien (ohne Arnie).

Radost Bokel Oh, wäre Radost doch Momo geblieben. Ein kleines Mädchen mit großen Augen, eine Heldin. Im Camp machte sie zwar auch große Augen. War aber sonst eher langweilig. Und zartbesaitet, nörgelig und blass. Dschungelfazit: Verlierer. Manche Dinge soll man ruhen lassen. Sie am besten ihre Schauspielkarriere.

Kim Debkowski Sie ist keine Schminktussi. Das hat sie eindrucksvoll bewiesen. Egal ob ihr Kakerlaken ins Ohr krabbelten, sie in einem Erdsarg mit pieksenden Ameisen lag oder ekelhafte Dinge essen musste. Sie tat es einfach. Fröhlich, lustig - und nur mit Kohle geschminkt. Das beeindruckte auch Rocco. Dschungelfazit: Siegerin. Kim moderiert bestimmt bald "The Dome 536".

Rocco Stark Der hatte eigentlich alleine von seinem Lebenslauf das Potential zum Unsympathen. Aber entwickelte sich zum Costa Cordalis in jung: machte alles, packte an und war für jeden Spaß zu haben. Auch für den mit Kim. Dschungelfazit: Sieger. Er muss aufs Cover der Bravo. Denn kleine Mädchen kann er ganz einfach verzaubern.

Vincent Raven Ganz anders der magische Grantler Raven. Er bezauberte niemanden. Sondern entzauberte sich. Grundsatzdiskussionen sind seine Spezialität. Denn er hat immer Recht. Und das ist kein Hokus Pokus. Dschungelfazit: Verlierer. Hat Potential zum Animateur im Ein-Sterne-Hotel in Wanne-Eickel.

Micaela Schäfer Sie war irgendwie die Nacktschnecke des Dschungelcamps 2012. Langsam, stoisch ... naja, und eben immer fast ohne alles. Aber nicht unsympathisch. Wer eine männermordende, lästernde Silikonbestie erwartet hatte, wurde bitter enttäuscht. Micaela Schäfer war maximal ein kleiner Nacktmull: irgendwie gar nicht so sexy. Aber unvergesslich. Dschungelfazit: Siegerin. Sie könnte bei einem Tutti-Frutti-Revival alle Früchte auf einmal spielen. Dann muss sie sich auf jeden Fall ausziehen.

Ailton Das Ailton. Fußballer sind eigentlich immer Sympathieträger, egal ob sie etwas können oder nicht. So war es auch bei Ailton. Denn wer kann einem kleinen pausbäckigen Jungen schon böse sein? Auch wenn er mal neben die Toilette pinkelt ... Dschungelfazit: Sieger. Könnte Werbung für McDonalds machen. Denn wer gibt schon freiwilllig zu, dass er einen Hamburger über einen Orgasmus stellt ...

Ramona Leiß Die meisten Zuschauer kannten sie als burschikos-lustige Moderatorin der Knoff-Hoff-Show. Und hatten eine gute bis gar keine Meinung von ihr. Das hat sich mit dem Dschungelcamp 2012 geändert. Leiß trat als launische Camp-Diktatorin auf, die keine Widerrede duldete. Und hinter dem fröhlichen Volksmusik-Moderatorin-Gesicht noch ein weniger schönes zeigte. Dschungelfazit: Verlierer. Die fröhliche Moderatorin nimmt ihr irgendwie keiner mehr ab. Sie könnte das neue, permanent explodierende HB-Weibchen auf bayerisch werden.

Jazzy Irgendwie ist schon klar, warum Tic Tac Toe nicht funktioniert hat. Stellen Sie sich mal vor: Drei Jazzys auf einem Haufen. Im Dschungelcamp hat schon eine gereicht. Ein bisschen Streetstyle ohne Klasse. Langweilig. Nicht mal Radost war wirklich auf ihrer Seite.  Dschungelfazit: Verlierer. Glanzlos. Stillos. Wie die meisten Promis im Camp.

Daniel Lopes Wo wir schon beim Stichwort "langweilig" sind. Daniel Lopes war da. Mehr auch nicht. Essentielles hat er nicht beigesteuert. Dabei hätte er mit einem Sprung in die Dschungelbadewanne vielleicht noch die ein oder andere von sich überzeugen können. Dschungelfazit: Verlierer. Man wünscht ihm, dass er endlich wieder den Durchbruch schafft. Aber es hat mal wieder nicht gereicht. Eine fast tragische Figur.

Martin Kesici Dat war wat. Ein Rocker im Dschungel. Böse war er nicht. Eher grobschlächtig und derb. Dschungelfazit: Neutral. Er macht sowieso sein Ding. Egal ob nun mit RTL oder ohne.

Das Rumsitzen im Camp verfolgten im Schnitt immerhin mehr als sechs Millionen Menschen. Nach Angaben der Marktforscher von Media Control waren darunter täglich mehr als 200 000 Kinder zwischen 3 und 13 Jahren, rund 360 000 zwischen 14 und 19. Die Rekordwerte aus dem Vorjahr knackte die sechste Staffel beim Kölner Privatsenders aber nicht. Die Durchschnittsquote lag 2011 bei 7,62 Millionen Zuschauern.

Mehr zu "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" im Special bei RTL.de und bei uns. (mit dpa)

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