Böse Zungen behaupten, dass Pop-Songs eh alle gleich klingen. Stimmt natürlich nicht. Aber in diesem Fall erinnert das Siegerliedchen der No Angels frappierend an einen anderen Song. Hören Sie selbst.



Augsburg (hip, dpa) - Böse Zungen behaupten, dass Pop-Songs eh alle gleich klingen. Stimmt natürlich nicht, aber in diesem Fall sind Ähnlichkeiten schon sehr auffallend: Die No Angels siegten in der Grand Prix-Vorentscheidung mit einem Liedchen namens "Disappear". Dessen Refrain erinnert frappierend an den Song "Break The Silence", mit dem im Januar die fränkische Sängerin Steffi List bei Stefan Raab aufgetreten ist.
Aufgefallen ist das am Freitag beim Augsburger Sender hitradio.rt1. Programmchef Daniel Lutz und Musikchef Otto Flaschka hörten sich die beiden Stücke immer wieder an und fanden, dass sie unglaublich ähnlich sind. Sie mischten im Studio die beiden Refrains übereinander: In der Tat, die Melodien passen verblüffend gut aufeinander, auch wenn die Begleitakkorde variieren.
Hatten da zwei Komponistenteams aus irgendeinem Grund wohl die gleiche Idee? Jedenfalls präsentierte Steffi List ihr Stück im Rahmen von Raabs Show "Stefan suchte den Superstar, der singen soll, was er (oder sie) möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf!". Die 31-jährige Fränkin aus der Nähe von Würzburg holte sich am 10. Januar mit dem Song den dritten Platz.
Das Lied der No Angels kam hingegen erst am 29. Februar auf den Markt. Iris Bents, Sprecherin des Norddeutschen Rundfunks, der den Song Contest veranstaltet, sagte dazu: "Wenn es diesen Song tatsächlich schon gegeben hätte, wäre das von den Regeln her ein Problem. Grundsätzlich ist das nämlich verboten." Eine Stellungnahme der No Angels-Plattenfirma Universal war nicht zu bekommen.
Wie auch immer die No Angels beim Eurovision Song Contest abschneiden, ein Verlierer steht bereits fest: Gemessen an der Einschaltquote ist der Grand-Prix-Vorentscheid am Tiefpunkt angelangt. So niedrig war die Quote noch nie, seit der Norddeutsche Rundfunk (NDR) 1996 die Federführung übernommen hat. Gerade mal 3,47 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 11,0 Prozent) schalteten die ARD-Show am Donnerstagabend ein - fast eine Million weniger als im Vorjahr (4,60 Millionen).
Der Siegertitel und sein Zwilling, vergleichen Sie beide Titel einfach selbst:
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