Dienstag, 21. Mai 2013

13. April 2012 13:47 Uhr

Prozess beginnt am Montag

"Notwehr": Breviks Anwälte werden Freispruch fordern

Die Anwälte des Massenmörders Anders Behring Breivik wollen in dem am Montag beginnenden Prozess auf Freispruch plädieren. Breivik wird aussagen, aus Notwehr gehandelt zu haben.

Das sagte der Verteidiger des 33-jährigen, geständigen Attentäters, Geir Lippestad, der Zeitung Dagbladet. Der Anwalt räumte ein, dass Breivik damit vor Gericht wohl kaum Erfolg haben werde. Der Prozess beginnt am Montag in Oslo.

Anwalt: Keine andere Wahl, als seine Argumente vorzutragen

«Technisch gesehen haben wir aber keine andere Wahl, als seine Argumente darüber vorzutragen, warum er das getan hat», sagte der Anwalt. Es werde hart sein, der Aussage Breiviks zuzuhören. Der rechtsradikale Islamhasser muss sich für den Tod von 77 Menschen verantworten, darunter viele Jugendliche.

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Breivik hatte am 22. Juli 2011 zunächst eine Bombe im Osloer Regierungsviertel gezündet und acht Menschen getötet. Dann hatte er 69 meist jugendliche Teilnehmer eines Ferienlagers der regierenden Sozialdemokraten auf der Insel Utøya erschossen.

Anders Behring Breivik hält sich für unschuldig

Der 33-Jährige hat die Taten gestanden, bezeichnet sich aber als unschuldig. Nach seiner Festnahme hatte Breivik angegeben, einen Krieg gegen die Islamisierung Europas zu führen. Er habe die norwegische Regierung für die seiner Meinung nach laxe Einwanderungspolitik bestrafen wollen.

Breivik war diese Woche in einem neuen psychiatrischen Gutachten für schuldfähig befunden worden. Bei einer Verurteilung könnte er somit ins Gefängnis kommen. Den Richtern liegt aber auch ein anderes Gutachten vor, das ihn als geisteskrank und nicht zurechnungsfähig einstuft. In diesem Fall würde Breivik bei einem Schuldspruch in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingewiesen. Das Gericht wird die Verfasser beider Gutachten in dem Prozess anhören. dpa

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