Donnerstag, 23. Mai 2013

21. April 2012 15:37 Uhr

Australien

Polizei schießt auf zwei Aborigine-Jugendliche

In Sydney hat die australische Polizei  auf zwei Aborigine-Jugendliche geschossen und sie schwer verletzt, als sie mit einem gestohlenen Auto auf einen vollen Bürgersteig rasten.

Der 14-jährige Fahrer wurde an Brust und Arm  getroffen, während sein 18-jähriger Beifahrer bei dem Vorfall am  frühen Morgen am Hals verletzt wurde, wie die Polizei mitteilt.  Demnach eröffnete die Polizei das Feuer, als die beiden  Jugendlichen auf einen Bürgersteig gerast waren und eine 29-jährige  Frau umgefahren und verletzt hatten.

Nach Angaben der Polizei hätten Beamte die Insassen des Autos als  Jugendliche aus dem verarmten Vorort Redfern erkannt, in dem viele  Aborigines leben. Um einer Festnahme zu entgehen, hätten die  Jugendlichen das Auto auf den Gehweg gesteuert. Angesichts der  zahlreichen Passanten hätten die Polizisten sich entschieden, auf  den Fahrer zu schießen, sagte ein Sprecher. Ob dies die richtige  Entscheidung war, müsse eine Untersuchung klären. Die Jugendlichen  seien im Krankenhaus. Die Ärzte gingen davon aus, dass sie wieder  voll genesen.

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Polizei und Aborigine-Vertreter waren am Samstag in Sorge, dass der  Vorfall Spannungen zwischen den Aborigines und der Polizei anheizt.  2004 hatte der Tod eines Aborigine-Jugendlichen in Redfern zu  heftigen Ausschreitungen geführt. Ein Aborigine-Anführer in Redfern  sagte, ein erstes Treffen zwischen Familien und der Polizei am  Samstag sei gut verlaufen. Er sei hoffnungsvoll, dass es keine  Unruhen geben werde. Die Aborigines sind die Ureinwohner  Australiens. Sie haben eine kürzere Lebenserwartung, ein höheres  Krankheitsrisiko und landen öfters in Haft. afp/AZ

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