Dienstag, 16. Januar 2018

11. Dezember 2017 08:46 Uhr

"Dein Name sei Harbinger"

Pressestimmen: "So darf ein Tatort im Jahr 2017 nicht aussehen"

Der Berliner-Tatort befasste sich mit der Reproduktionsmedizin. Die Presse ist sich weitgehend einig: Die Handlung ist überladen und kaum nachvollziehbar. Hier die Stimmen.

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Die Kommissare Rubin (Meret Becker) und Karow (Mark Waschke) verfolgen Harbinger in seiner Welt.
Foto: Gordon Muehle, rbb

Im Berliner-"Tatort" am Sonntag führte ein Toter unter einer U-Bahnbrücke die Kommissare Nina Rubin (Meret Becker) und Robert Karow (Mark Waschke) diesmal in eine Kinderwunschklinik. Bei ihren Ermittlungen stoßen sie schließlich auf einen psychisch kranken Mann namens Harbinger (Christoph Bach). War dieser Tatort sehenswert? Das sagt die Presse zu "Dein Name sei Harbinger":

TV-Kritik: Die Pressestimmen zum Tatort "Dein Name sei Harbinger"

"Die Kinderwunschklinik als Frankensteins Labor? Die Berliner Ermittler hetzen durch einen Krimi über die Reproduktionsmedizin, der zu naiven Vergleichen einlädt. So darf ein 'Tatort' im Jahr 2017 nicht aussehen." Spiegel Online

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"Jede Berliner U-Bahn-Werbung ist geistreicher als dieser "Tatort"." Süddeutsche

"Fast ein Wunder, dass Harbinger mit Vornamen Werner und nicht 'Wahnfried' heißen muss. Der Fall wird zwecks Aufladung überladen. Nicht die Spannung leidet, die Konzentration auf die Anspannung in den Figuren leidet unter der Zerfaserung. Kurz: Der Fall wäre mit weniger Figuren nicht schlechter erzählt." Der Tagesspiegel

"Der Berliner „Tatort“ schlägt einen gezackten Bogen zwischen Retortenzeugung und Schizophrenie. Vor allem ästhetisch ist der Film überzeugend." FAZ

"Spätestens jetzt ist klar, dass dieser Tatort komplett überdreht, dass er seiner starken Hauptfigur nicht traut und sich in Effekthascherei verliert. Aber warum? Lothar hätte gereicht. Wozu braucht es da noch einen Legaten?" Welt.de

Berliner Tatort: "Überkonstruierte, abstruse Fälle"

"Der Cast balanciert beinahe schlafwandlerisch an der Grenze zum Tagtraum, nichts ist, wie es scheint. Das alles pfeift auf Plausibilität und Nachvollziehbarkeit, ist in seiner Konsequenz jedoch adäquat durchgeknallt und bis zum Ende höchst unterhaltsam." ntv.de

"Was „Dein Name sei Harbinger“ eine dubiose Note gibt, ist, dass – hierin ähnlich dem Zombietatort „Böser Boden“, der vor zwei Wochen lief – in einen solchen Quatsch ein brisantes Thema hineingewurschtelt wird." Frankfurter Rundschau

"Mit seinen ersten, über vier Folgen hinweg horizontal erzählten Fällen hat das Berliner Gespann Hoffnungen geweckt, doch was danach an episodisch abgeschlossenen Krimis folgte, enttäuscht: überkonstruierte, abstruse Fälle mit extrem niedrigen Plausibilitätsfaktor." Stuttgarter Nachrichten

"Regisseur Florian Baxmeyer hat bereits Tatort-Erfahrung (...) Mit 'Dein Name sei Harbinger' gelingt ihm ein atmosphärisch dichter Thriller an schaurig schönen Berlin-Schauplätzen. Die Handlung ist einigermaßen schlüssig - was mehr zählt, das sind aber die eigenwilligen, interessanten Charaktere." Focus Online

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Schlagworte

Berlin | Tatort | Frankenstein


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